Zeus-Reporterin von Eckensberger-Stiftung ausgezeichnet
11.04.2011 | 10:45 Uhr 2011-04-11T10:45:00+0200
Wolfenbüttel.Erst betrat Melanie Schäfer als Zeus-Reporterin die journalistische Bühne. Dann stieg sie aufs Siegertreppchen. Die WAZ Mediengruppe und die Eckensberger-Stiftung zeichneten ihr herausragendes journalistisches Talent aus. Wie das war, schreibt Melanie hier ...
Etwa 100 Menschen waren in Wolfenbüttel zusammen gekommen, um „der Exzellenz junger Journalisten eine Bühne zu geben“, wie Armin Maus, Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung, es ausdrückte. Im Klartext hieß das: zum zweiten Mal zeichnete die WAZ Mediengruppe und die Eckensberger-Stiftung junge Journalisten mit einem Nachwuchsjournalistenpreis aus. Unter den 14 glücklichen Preisträgern war auch ich, mit 15 Jahren weitaus die Jüngste und eigentlich „nur“ Teilnehmerin der Zeus-Frühjahrsrunde des vergangenen Jahres.
Das „nur“ sollte mit einem einzigen Anruf verbannt werden, in dem mir meine Nominierung mitgeteilt wurde. Zunächst Ungläubigkeit. Dann folgten Freudentränen. Die schlugen16 Tage später in Nervosität und Spannung um, als ich mich zusammen mit meinen drei besten Freundinnen und meiner Mutter im ICE Richtung Braunschweig aufmachte. Dort angekommen ging es im Kleinbus mit drei weiteren Nominierten zum Ort des Geschehens, der Herzog-August-Bibliothek. Hier hat Lessing einst als Bibliothekar gearbeitet, was für die würdige Atmosphäre spricht, in der die Preisverleihung mit mehreren Reden und der Vorstellung der Jury begann.
Plötzlich war sie da: meine Geschichte
Wenig später gingen bereits die ersten Auszeichnungen in der Kategorie „Professioneller Nachwuchs“ an Volontäre und Redakteure, die die Jury in einem besonderen Maße überzeugt hatten. „Besonders sind hier alle Preisträger, aber nicht alle sind 15 Jahre alt“, betonte Moderator und Laudator Henning Noske und leitete damit zur Verleihung der Preise in der zweiten Kategorie „Junge Autoren“ über. Plötzlich leuchtete sie auf der Projektionswand auf, die Zeus-Zeitungsseite vom 12. Mai vergangenen Jahres (2010). Mit meinem Artikel. Und schließlich mit meinem Namen.
Im Rausch des Applauses und der Anerkennung, die mir hier gezollt wurde, nahm ich freudestrahlend Urkunde und Blumen entgegen. Händeschütteln und ein „Weiter so!“ von Stiftungsvorstand Dr. Wolfgang M. Müller, und schon waren die Momente vorüber, die ich gerne für die Ewigkeit behalten hätte.
Sicher auf dem Schoß
Während die letzten Nominierten geehrt wurden und Shirin Schönberg (BZ) als eine der Sieger fest stand, lag die eingerahmte Urkunde sicher auf meinem Schoß. Auf den Fotos, die im Anschluss auf der Treppe der Bibliothek in Wind und Kälte gemacht wurden, hielt nicht nur ich eine stolz in der Hand. Allen Preisträgern, ob mit Anerkennung oder sogar Preis versehen, stand das Lächeln ins Gesicht geschrieben, das sie auch bei Getränken, Häppchen und Gesprächen stets beibehielten. Es ist eine Art Zauber, in dem man sich nach solch einer Bestätigung gehüllt fühlt.
Dann, eine Stunde nach dem Hauptgeschehen, hatte sich Aufbruchsstimmung breitgemacht. Nur noch wenige Preisträger blieben zurück, und Chefredaktionsassistent David Mache beschloss kurzerhand eine kleine Stadtrundfahrt. So erfuhren ich, meine Begleitung und die WAZ-Volontärin und einstige Zeus-Redakteurin Fabienne Piepiora noch so einiges Wissenswerte über Braunschweig - ein gelungener Abschluss des Tages.
Kurz, klar, bildhaft
Der Abend in Wolfenbüttel lässt sich an erster Stelle wohl als erfahrungsreich beschreiben, und wenn es nur das Zitat Joseph Pulitzers ist, das die Urkunden ziert und das ich hoffentlich im Gedächtnis behalten werde: „Was immer du schreibst - schreibe kurz, und sie werden es lesen, schreibe klar, und sie werden es verstehen, schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten.“
Zeus-Reporterin Melanie Schäfer, Klasse 9a, Mädchengymnasium Borbeck, Essen

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