Das Auszeitblog

Teil 3 - Traumjob in Sicht?

07.04.2010 | 15:34 Uhr
Teil 3 - Traumjob in Sicht?

Kellnern im Eis-Café oder doch lieber an der Suspension Brigde arbeiten? Bei ihrer Job-Suche in Kanada hat es ZeusPower-Reporterin Salia nicht leicht. Immerhin - das telefonische Bewerbungsgespräch meisterte sie souverän und hat nun sogar die Qual der Wahl.

Donnerstag, 11.03.2010.

Vancouver. Heute durfte ich das olympische Feuer aus nächster Nähe betrachten. Leider habe ich die olympischen Spiele verpasst, bin aber gerade rechtzeitig da, um die Eröffnung der Paralympics zu verfolgen. An der University of British Columbia findet der sogenannte „Torch Relay“ statt. Dabei haben einige besondere Sportler die Ehre, das olympische Feuer zu tragen und dem nächsten Sportler zu übergeben. Sie werden an den jeweiligen Übergabeorten von Familie, Freunden, Reportern und Fans umkreist. Nach dem Torch Relay wird auf und an der Bühne weiter gefeiert. Das alles passiert jedoch in einem relativ kleinen Rahmen. Trotzdem ist es eine schöne Erfahrung gewesen und lässt mich erahnen, was in den letzten Wochen mit dieser Stadt passiert sein muss. Aus Erzählungen weiß ich: Sie stand Kopf!

Samstag, 13.03.2010. Meine potentielle Arbeitgeberin vom Eis-Café hat sich nicht gemeldet! Also immer noch kein Job. Und wieder auf Arbeitssuche. Im Moment bin ich es etwas Leid. Für morgen nehme ich mir vor, eine Pause einzulegen. Vielleicht sollte ich alles entspannter angehen.

Manchmal braucht's einen ruhigen Ort für eine Entscheidung. Mit Blick auf Vancouver Downtown klärt Salia ihre Jobfrage.

Sonntag, 16.03.2010. Um halb zwölf Uhr abends endlich die Erleichterung. Nun habe ich doch noch eine Mail von der Leiterin des Cafés bekommen, die mir bereits für Freitag einen Arbeitsplan versprochen hatte. Als wäre nichts gewesen fragt sie, ob ich Sonntag um 9 Uhr meine Trainingsschicht beginnen kann. Natürlich sage ich sofort zu. Jetzt habe ich also einen Job sicher und eine Woche Zeit, mich nur um eins zu kümmern: Spaß! (Leider kann Spaß in Vancouver, wie alles andere auch, sehr teuer sein. Allein mein Ausflug ins Nachtleben am vergangenen Freitag hat mich fast 40 Dollar gekostet!)

Montag, 17.03.2010. Es geschehen Zeichen und Wunder! Okay, das war etwas übertrieben, aber ich habe heute eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen. Telefonisch. Das war natürlich etwas kniffelig, weil ich unbedingt alles verstehen musste, was man mir sagte, ganz zu schweigen davon, dass ich auch noch clevere Antworten geben musste. (Beispielsweise auf die Frage, welche Eigenschaften mich besonders auszeichnen.) Für mein Gegenüber spürbar aufgeregt und enthusiastisch, konnte ich das Gespräch trotzdem einigermaßen souverän beenden.

Zwar habe ich schon einen Job sicher, aber die Möglichkeit, an der Suspension Bridge zu arbeiten, würde ich nicht abschlagen. Ich hatte mich per Mail beworben und insgeheim gehofft, dass es dort klappt. Glücklicherweise ist das „Interview“ nächsten Samstag. Werde ich genommen, kann ich den anderen Job noch rechtzeitig absagen …

ZeusPower-Reporterin Salia

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2939278/create