Ideenpark

Show mit Ah!-Effekt

14.08.2012 | 17:15 Uhr
Show mit Ah!-Effekt

Essen.   Licht aus, Spot an - bei der Show „Days of Innovation“ am Sonntag Abend gab’s jeden Menge Experimente von und mit Promis. Für die ZeusPower-Reporterinnen Katharina und Stefanie Draub eine Gelegenheit, nach sechs Stunden Messe-Rundgang zu entspannen.

Auf das erste Highlight lässt Moderator Matthias Opdenhövel nicht lange warten. Ein 1-Meter langer Smartbird fliegt wie ein echter Vogel über die begeisterten Zuschauer. Nur durch eine neue Kameratechnik, die es schafft 40.000 Bilder pro Sekunde zu machen, ist es möglich diesen Roboter so realistisch darzustellen. Jede kleinste Bewegung kann so analysiert und nachgestellt werden.

War der Ball im Tor?

Für viele ist der Name Hans Tilkowski ein Begriff. Er stand im Tor, als das berühmte Wembley-Tor fiel. War es ein Tor oder nicht? Für Tilkowski nicht. Er ist der Meinung, Deutschland hätte 1966 im WM-Endspiel gegen England gewinnen können. Mittlerweile hat sich der Ärger gelegt und Tilkowski kann damit leben, dass damals anders entschieden wurde. Denn Menschen werden immer Fehler machen, egal welche Technologien erfunden werden. Derselben Meinung ist Marcel Neuer, Schiedsrichter und Bruder von Manuel Neuer. Er beteiligt sich an der Diskussion über neue Torlinientechniken, ob es zum Beispiel sinnvoll ist, ein Magnetfeld im Fußball einzubauen, das dem Schiedsrichter anzeigt, ob ein Tor gefallen ist oder nicht. Doch noch sind diese in einer Testphase und könnten eventuell in circa drei bis vier Jahren eingesetzt werden. Manuel Neuer selber konnte leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen, dabei war er trotzdem - per Videobotschaft.

Nach der Theorie die Praxis: Die TV-Stars Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf experimentieren mit einer Gelmatte, die in Erdbebengebiete als Fundament unter Gebäuden eingesetzt werden könnte. Aus großer Höhe werfen die beiden nacheinander ein rohes Ei, ein Glas oder auch eine Brille auf die Gelmatte. Die erwarteten Scherben bleiben aus – alle drei Gegenstände landen unversehrt auf der Matte. Ein Trick? Nein, durch Schwingungen der Matte wird die Energie, die eigentlich das Zerbrechen verursacht hätte, abgeleitet.

Asimo begeistert sein Publikum

Roboter Asimo stielt den echten Promis bei den Days of Innovation die Show.

Doch das Highlight des Abends schreitet neben Schauspielerin Jenny Winkler durch die Tür: Asimo heißt er, und er spricht nur englisch. Asimo ist ein Roboter, der wie ein Mensch sprechen, laufen und sogar tanzen kann. Durch seine Lasersensoren kann Asimo auch Gegenstände erkennen und Fußball spielen. Das Publikum ist begeistert und fasziniert von dem kleinen menschenähnlichem Wesen. Womit bewiesen wäre: Wissenschaft und Technik machen Spaß. Asimo ist aber nicht nur zur Unterhaltung da. In Zukunft soll er in Krankenhäusern helfen.

Zur Show gehört auch Musik, wie die von Newcomer Band „Benji Rose“ mit ihrem Song „Where do you go“. Oder die von Carolina Eick mit ihrem Theremin: Ein seltenes Instrument, das mit den Händen in einem Magnetfeld gespielt wird.

Wie leben wir in der Zukunft?

ThyssenKrupp Vorstandsvorsitzender Heinrich Hiesinger und Trendforscher Matthias Horx eröffnen eine Diskussion über das Zukunftshaus und über technische Berufe. Einfacher soll es in Zukunft werden, Energie zu sparen und Häuser mit organischen Stoffen und neuen Materialien zu bauen. Diese werden schon heute in Forschungslabors hergestellt und geprüft. Wie aber kann man Kinder und Jugendliche animieren, sich für diese Entwicklungen zu interessieren? Ganz klar, hier ist die Schule gefragt. „Talentberatung“ heißt das Zauberwort, um versteckte Fähigkeiten schon früh zu entdecken und zu fördern.

Zu einer guten Show gehören nun mal schöne Promis: Model Sara Nuru hat sich auf der Messe sogar einen Überblick verschafft und demonstriert nun gemeinsam mit Shary und Ralph von Wissen macht Ah!, wie „Musik leitet“. Einer der Hingucker des Abends.

Krönender Abschluss bildet aber die große Wettermaschine, die in ein paar Jahren vielleicht schon das Wetter beeinflussen kann. Heute Abend aber sind es nur die Frisuren der Zuschauer in der ersten Reihe, die ihre kräftige Druckwolke zu spüren bekommen. Aber Forschung braucht eben Zeit.

ZeusPower-Reporterin Stephanie Draub

ZeusPower-Reporterin

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