Turbo-Abi

Schlechter ging es kaum!

16.11.2009 | 13:35 Uhr

Die Schulen wurden mit der Einführung von G8 völlig überfordert und allein gelassen. Der Beschluss wurde gefällt und erst danach wurden die Probleme erörtert.

Der erste Jahrgang (die heutigen Neunklässler) wurden ohne passende Lehrpläne, Bücher etc. unterrichtet.

Als der erste G8-Jahrgang in das Gymnasium kam, war der Ganztag in den meisten Schulen noch nicht einmal geplant. Dieser ist aber für G8 dringend notwendig.

Die Schulen mussten provisorische Lösungen finden, mit denen eigentlich niemand so recht glücklich ist.

Für die Schüler ist G8 alles andere als ein Zuckerschlecken. Sie müssen viel länger in der Schule sitzen und bekommen mehr Hausaufgaben auf. Außerdem stehen sie unter einem viel höheren Leistungsdruck. Besonders der erste Jahrgang mit G8, da dieser mit dem vorherigen Jahrgang zusammen Abitur macht. Das heißt, dass zwei Jahrgänge gleichzeitig Studien- und Ausbildungsplätze suchen. Manche Eltern überlegen desshalb, ob ihre Kinder nicht lieber eine "Ehrenrunde" drehen oder ein Jahr ins Ausland gehen sollten, um dem Riesenjahrgang zu entgehen.

Ist das wirklich die richtige Lösung? Ich denke: Nein!

Wenn das Turbo-Abi wirklich so sinnvoll ist, hätte es besser vorbereitet werden müssen. Da dies nicht geschehen ist, kann man nur sagen: "Bildungspolitik: Setzen 6!"

ZeusPower-Reporterin Carla Scheytt, 16 Jahre

ZeusPower-Reporterin

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