Kino

Preise bei den Kinderfilmtagen und ein Moped

17.10.2011 | 15:11 Uhr
Preise bei den Kinderfilmtagen und ein Moped
Kinder jubeln im Saal der Essener Lichtburg bei der Abschlussveranstaltung der 28. Kinderfilmtage im Ruhrgebiet. Foto: Ulrich von Born

Essen. ZeusPower-Reporterin Melanie Schäfer war dabei, als bei den Kinderfilmtagen im Ruhrgebiet die Filmpreise „EMO“ und „EMMI“ verliehen wurden. EMO-Preisträger Leon Seidel hat schon genaue Pläne, wie er sein Preisgeld ausgeben möchte.

Eine Woche lang gab es in Kinos in Essen, Mülheim und Oberhausen besonders viele Kinderfilme zu günstigen Preisen zu sehen. Dabei waren eine ganze Reihe von Filmen nach den Buch-Klassikern von Paul Maar, aber auch „Hexe Lilli- die Reise nach Mandolan“, „Das Sandmännchen- Abenteuer im Traumland“ und die „Vorstadtkrokodile Teil 3“.

Die Vorstadtkrokodile, eine Jugendbande, ausgerechnet aus dem Ruhrgebiet, waren es dann auch, die die Kinderjury überzeugte. „Es geht auch im letzten Teil der Vorstadtkrokodile um Freundschaft. Es ist ein gut gemachter Kinder-Action-Film, der einen immer in Atem hält“, lautet die Begründung, die die sieben Mädchen und Jungen im Alter von neun bis elf Jahren aufgeregt auf der Bühne des großen Saals verlesen. Mit im Rennen um die „EMMI“ waren auch der Film „Wintertochter“ und die Animation „Die Tigerentenbande – Das große Abenteuer“. Dennoch sei die Entscheidung eindeutig gewesen. So kamen Produzent Christian Becker und Regisseur Wolfgang Groos persönlich, um sich die liebevoll gestaltete Auszeichnung in der Essener Lichtburg abzuholen.

Der „EMO“: 2000 Euro Preisgeld für einen 15-Jährigen

Von der Erwachsenenjury, die den EMO vergibt, waren nur zwei der vier Juroren dabei: Gabriele Grundwald vom WDR-Radio Lilipuz und der Zeichner der „Ente“, Harald Siepermann. Gefährdet war die Vergabe des „EMO“ dennoch nicht. Dieser Preis geht an den besten Kinderdarsteller einer deutschen Filmproduktion des Jahres 2010 oder 2011.

Nominiert waren junge Darsteller aus „Wintertochter“, „Hexe Lilli“ und „Vorstadtkrokodile“. Letztlich setzte sich Leon Seidel durch, der in „Wintertochter“ die Figur „Knäcke“ „mit einer besonderen Leichtigkeit“ verkörpere, wie die Jury anmerkte. Zu sehen war der 15-Jährige bereits in „Teufelskicker“, „Tom Sawyer“, „Berlin ‚36“ und ab 2012 in „Huck Finn“. Von dem Preisgeld in Höhe von 2000 Euro möchte er einen Mopedführerschein finanzieren – und dazu gleich das Moped mit dazu.

Nach der lockeren und heiteren Preisverleihung, die Malte Arkona zusammen mit Clown Bobori moderierte, gab es noch den niederländischen Film „Die Zauberer“ (Original Het geheim) als NRW-Premiere zu sehen. Das Besondere: Der Film, der noch nicht synchronisiert worden ist, wurde live übersetzt.

Nach zweieinhalb Stunden ging ein besonderer Nachmittag für Kinder und Eltern in Deutschlands größtem Filmpalast zu Ende. Gekommen waren auch viele Schulklassen, die begeistert Verleihung und Film verfolgten.

Melanie Schäfer, ZeusPower-Reporterin aus Essen

ZeusPower-Reporterin

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