Ruhr.2010 - X-Vision

Hip-Hop Visionen

14.05.2010 | 14:31 Uhr
Hip-Hop Visionen

Themen wie Politik, Gewalt oder Liebe – bei X-Vision wird über alles gerappt oder gesungen, was Jugendliche bewegt. Damit ist X-Vision eines von vielen Jungendprojekten der Kulturhauptstadt 2010.

Täglich arbeiten in Bochum – Wattenscheid Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren an ihren eigenen persönlichen Songs. Gründer, Leiter und gleichzeitig auch Produzent Omid Pour Yousefi erzählt, dass es gar nicht so einfach war, sich mit seiner Idee von X-Vision durchzusetzen: "Nachdem ich meine Idee zum Büro der Kulturhauptstadt geschickt hatte, erhielt ich lange Zeit überhaupt keine Antwort."

Also musste er es selbst in die Hand nehmen: "Ich habe mich an die Falken Bochum gewandt, die mich daraufhin unterstützt haben."

Schon ging es an den Umbau des heutigen Tonstudios, der bis 2008 dauerte: "So langsam kamen auch Stimmen von überall. Im Oktober 2008 haben wir dann endlich von der Stadt Bochum finanzielle Unterstützung erhalten."

Doch steckt eigentlich hinter dem Namen X-Vision?

"X-Vision bedeutet, dass X Versionen, also viele verschiedene Menschen Shows machen", erklärt Omid Pour Yousefi. Fast 60 Jugendliche aus neun Nationen sind derzeit am Projekt beteiligt.

Doch nicht jeder kann bei X-Vision einfach mitmachen: "Es gibt bei uns eine Aufnahmeprüfung. In einem Monat müssen die Jugendlichen ihr Engagement und ihre Zuverlässigkeit beweisen. Erst dann wird entschieden, ob jemand dabei ist", erklärt Omid Pour Yousefi.

Das Projekt X-Vision ist schon so erfolgreich, dass es dieses Jahr sogar ein eigenes Album geben soll. "Die Aufsteigerrepublik" soll es heißen. Natürlich folgen auch viele sehr große Auftritte. Unter anderem ist X-Vision bei "Bochum Total", beim "Bochumer Musiksommer" und sogar beim Start der Frauenfußball-WM im Rewirpower-Stadion Bochum dabei.

Auch vor Aufträgen können sich die Jugendlichen kaum noch retten. Eins der aktuellsten ist "Armut macht Wut". Über dieses Thema schreiben einige der Jugendlichen Songs und präsentieren diese auf den Veranstaltungen und Festen.

Dazu gehört natürlich viel Arbeit und Zeit. Jeden Tag wird in den eigenen Studios gearbeitet. Besprechungen und Vorstellungen der auch teils zu Hause vorbereiteten Songs gehören genauso dazu, wie das tägliche Gesangstraining.

Obwohl Omid Pour Yousefi dieses Jahr das Projekt aufgrund seiner eigenen Musikkarriere verlässt, möchte er X-Vision an andere Produzenten weitergeben. Natürlich hoffen alle Beteiligten noch auf einen Musikchart-Erfolg.

Wir wünschen viel Glück!

ZeusPower-Reporterin Katharina Draub aus Duisburg

Was ZeusPower-Reporterin Esra Gürleyen bei ihrem X-Vison-Besuch erlebte, lest ihr hier .

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