Die erste Klappe ist gefallen!
03.02.2010 | 12:41 Uhr 2010-02-03T12:41:00+0100
Duisburg. Im Klassenraum der 10 a des Franz-Haniel-Gymnasiums laufen die Dreharbeiten an. ZeusPower-Reporterin Rebecca Christine Rohrbach hat sich auf den Weg in die Schule gemacht, um die Dreharbeiten zu begleiten und berichtet nun über Hindernisse und Erfolgserlebnisse des ersten Drehtages.
Die Schulglocke läutet und mit Foto- und Videokameras ausgerüstet betreten wir, drei Mitarbeiterinnen des Zeus-Teams, heute mal nicht unser Büro, sondern einen Klassenraum. Eigentlich sollte jetzt Ruhe in der Klasse 10a des Franz-Haniel-Gymnasiums herrschen, da hier die erste Szene für den Zeus-Druckhausfilm gedreht werden soll. Doch falsch gedacht, denn der Lehrer ist noch nicht da. Also schlagen drei Mädels in der hinteren Ecke ihre Füße noch mal eben auf dem Tisch übereinander und die Jungs am anderen Ende des Raumes hören lautstark Musik mit ihren Handys und klopfen coole Sprüche. Überhaupt herrscht großes Chaos in der gesamten Klasse und jeder hat den Drang seinem Freund oder seiner Freundin noch eben schnell das Neuste vom Neusten erzählen zu müssen. Wir drei werden zwar bemerkt und von oben bis unten gemustert, doch Ruhe kehrt nicht wirklich ein. Nach gefühlten zehn Minuten Unruhe betritt der zuständige Lehrer, Fritz Junkers, den Raum und bringt mit einem energischen „Ruhe!“, die Schüler zum Schweigen.
Nun können wir der Klasse endlich den Szenenablauf erklären. Das war vielleicht ein Akt, da alle recht aufgeregt waren. So warfen die Jungs andauernd Sprüche in den Raum, was lautes Gelächter ihrer Klassenkameraden zur Folge hatte. Dies machte es nicht gerade einfach, einen Freiwilligen für die letzte verbliebene Sprechrolle des Marco zu finden. Schließlich erklärte sich einer der Jungs, Christian, doch noch bereit diese Rolle zu übernehmen und es konnte endlich losgehen.
Klappe, die erste: Wie ein wilder Haufen stürzen sich die 10.-Klässler unter lautem Gebrabbel durch die Tür in den Flur. Die Kameras laufen, das Startsignal „Und los!“ ertönt und die Schüler betreten nach und nach in Grüppchen in den Raum. Aber natürlich verläuft der erste Versuch nicht reibungslos – und schwupp ist der Geräuschepegel um das Doppelte gestiegen. Außerdem bemerken die Ersten schon viel zu früh, dass der Artikel ihrer Mitschülerin Buket in der Zeitung ist und ein Gemurmel geht durch den Raum. Somit ist die chronologische Reihenfolge der Szene komplett durcheinander geraten, denn eigentlich hätte zuvor Bukets Freundin Esra die Klasse auf den Artikel aufmerksam machen sollen. Doch Esras Sprechpart kommt vor lauter Nervosität und Aufregung gefilmt zu werden viel zu spät. Das macht es der ebenfalls nervösen Sprecherin Buket nicht gerade leicht und ihre Stimme verschwindet im Gequatsche der Menge. Zu allem Überfluss verschlafen auch noch drei Schülerinnen ihren Einsatz, die eigentlich von ihren Plätzen aufstehen und zu Buket gehen sollten, um ihr einige Fragen zum Artikel zu stellen. Buket schlägt sich wacker, aber als ihr dann die Frage gestellt wird: „Wen hast du dort eigentlich getroffen?“, weiß die Ärmste schon gar nicht mehr was sie sagen sollte und es kommt nur ein "Ehm.. Ehm.." heraus.
Damit müssen wir den ersten Versuch abschließen und ein zweiter folgt. Alles klappt wunderbar bis zum Sprechpart von Christian … Der verzieht sein Gesicht zu einer lustigen Grimasse und spricht seinen Part auf so komische Art und Weise, dass die gesamte Klasse in schallendes Gelächter ausbricht. So kann die Szene nicht weitergedreht werden und auch der zweite Versuch ist abgehakt. Es folgen ungefähr drei weitere, teils sehr amüsante Versuche bis schlussendlich alles im Kasten ist.
Rückblickend war es eine schöne und vor allem lustige Erfahrung, mit der Klasse eine Szene für den Druckhausfilm zu drehen. Es begann im Chaos und endete mit Spaß.
Rebecca Christine Rohrbach, 16 Jahre
Anmerkung des ZeusPower-Teams: Wie in Hollywood mussten auch beim ZeusPower-Film redaktionelle Entscheidungen getroffen werden. Deshalb sind die Szenen, die im Franz-Haniel-Gymnasium in Duisburg gedreht wurden, leider dem Schnitt zum Opfer gefallen.

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