Konzert

„Clueso-Stimmung“ auch in großen Hallen?

20.04.2011 | 17:53 Uhr
„Clueso-Stimmung“ auch in großen Hallen?
Clueso bei seinem Autritt in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen. Fotos: Gerd Wallhorn / WAZ FotoPool

Oberhausen.Clueso live erleben - das hieß bislang mitreißende Stimmung in eher kleinen Hallen. Bei der aktuellen „Clueso und Band Tour“ besucht der Sänger nun auch größere „Locations“. Gelingt es ihm die typische „Clueso-Stimmung“ auch hier zu erzeugen? ZeusPower-Reporterin und Clueso-Fan Carla Scheytt war in Oberhausen dabei und geht der Frage auf den Grund.

Karten für das Clueso-Konzert in Oberhausen! Das war mit das beste Geschenk zum 18. Geburtstag, was ich bekommen habe! Am 15. April war es dann so weit. Meine Schwester und ich brachen auf zur König-Pilsener-Arena – natürlich mit vielen Erwartungen.

Kann Clueso auch in so einer großen Halle die wunderbare Stimmung erzeugen, die man sonst bei seinen früheren, kleineren Konzerten erlebt hat? Bei vergangenen Konzerten begeisterte Clueso mit viel Spontaneität und erzählte witzige Anekdoten, die einem das Gefühl gaben, dass er einfach ein netter Kerl ist. Wird das nun auch wieder so sein?

Tanzen, tanzen, tanzen!

Wir setzten uns in den Oberrang – Sitzplätze. Das war schon mal anders, als bei früheren Stehkonzerten, bei denen man durchtanzte. Ich fragte direkt hinter mir ein paar Mädchen, ob sie denn auch mit mir aufstehen würden, um zu tanzen. Sie versicherten es mir – das Konzert konnte beginnen.

Clueso kam auf die Bühne, die ganze Halle tobte. Die Mädchen kreischten. Er spielte seine ersten Songs vom neuen Album „An und für sich“. Ein Großteil der 10.000 Menschen konnte bereits mitsingen! „Es ist immer wie über Eis zu gehen, wenn man neue Songs spielt. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man sieht, dass ihr sie so annehmt. Danke!“, sagte Clueso daraufhin zur Menge. Das Gefühl konnten wir nur zu gut nachvollziehen.

Zwei Stunden wollte er spielen. Zwei Stunden, in denen ich garantiert nicht sitzen wollte. Ich sprang also auf – war mich sicher, dass auch die Mädchen hinter mir mitmachen würden und tanzte drauf los – zu seinen alten Songs, die ich in- und auswendig konnte. Doch hinter mir blieben alle sitzen! Ich stand also nun als einzige in meinem Block. Reflexartig setzte ich mich wieder hin. Doch auf Dauer sitzen hielt ich nicht aus. Also stand ich hin und wieder auf, bis es mir die Mädchen nachmachten. Die Stimmung im Saal hatte uns ganz und gar eingenommen. Das Gefühl nur eine von Tausenden zu sein, hatte ich nicht.

Nicht nur was für die Ohren, sondern auch was fürs Auge

Auch wir auf dem Oberrang kamen ganz auf unsere Kosten. Clueso begeisterte nicht nur mit einer kleinen Breakdance-Einlage, sondern fast das ganze Konzert über gab es verschiedene Videoinstallationen, teilweise mit Sequenzen aus seinen Musikvideos, aber auch mit Backstage-Aufnahmen oder Live-Projektionen vom Konzert. Deswegen fand ich es nicht störend, so weit weg von Clueso zu sein, sondern sogar ganz entspannend, nicht vorne im Gedränge zu stehen.

Der Abend neigte sich dem Ende zu, die Stimmung wurde immer emotionaler. „Eigentlich mag ich das ja nicht so, aber packt mal alle eure Handys aus und zeigt euren Display!“, forderte Clueso auf. Daraufhin sah man überall kleine Lichter in der Halle - ein wirklich atemberaubendes Bild.

Packendes Finale

Kurz darauf spielte Clueso seinen letzten Song, doch das Publikum war noch nicht zufrieden und jubelte, bis er wieder auf die Bühne kam. Anscheinend erinnerte sich Clueso auch an alte Zeiten und fing – wie früher – an zu „freestylen“, was natürlich der Halle gefiel, inklusive unserem Block der jetzt komplett aufgestanden war. Mit diesem tollen, spontanen und sehr persönlichem Ende verabschiedete sich Clueso.

Insgesamt ein rundum gelungenes Konzert, mit einer guten Mischung von alten und neuen Songs aus den mittlerweile vier Studioalben. Sowohl seine kleinen Konzerte als auch das in Oberhausen haben verschiedene Reize für einen alten Fan wie mich. Clueso nannte den Abend „unvergesslich“. Ich stimme ihm zu.

Carla Scheytt, ZeusPower-Reporterin, Viktoria Gymnasium Essen

 

ZeusPower-Reporterin

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