Aderlass in der Pausenhalle
18.09.2009 | 10:28 Uhr 2009-09-18T10:28:00+0200
Tut’s weh? Werde ich das auch gut vertragen? Ist ein halber Liter nicht zu viel?! Und warum soll ich überhaupt mein Blut spenden? Julia Lehmann und Swantje Rau haben sich getraut und im Erich-Brost-Berufskolleg Blut gespendet.
Es ist sehr wichtig, dass viele Menschen zur Blutspende gehen, vor allem junge Leute, bei denen das Immunsystem noch völlig gesund ist.
Denn leider ist es heutzutage so, dass immer mehr Menschen die sehr krank sind, gesundes Blut benötigen.
Für mich ist es selbstverständlich Blut zu spenden, denn ich weiß, dass ich Menschen damit helfen kann. Zum Glück war ich noch nie selber in der Situation, dass ich auf eine Blutspende angewiesen war.
Für die Leute, die Blut spenden wollen, vielleicht aber Angst davor haben, hab ich folgenden Tipp. Stellt euch einfach vor, ihr würdet beim Arzt sitzen und er muss euch Blut abnehmen um festzustellen, ob ihr vielleicht krank seid. Ein kleiner Stich und schon habt ihr einen großen Schritt getan Anderen vielleicht sogar das Leben zu retten.
Wichtig dabei ist aber auch, dass man selbst gesund ist bei der Blutspende.
Wenn man nämlich Blut spendet, obwohl man krank ist, gefährdet man denjenigen, der das Blut hinterher bekommen soll umso mehr, da er sowieso schon krank ist und dadurch nur noch mehr geschwächt wird. Also, vor der Blutspende den Fragebogen ehrlich ausfüllen und wenn man sich unsicher ist lieber den Arzt fragen, der bei jeder Blutspende anwesend ist.
Swantje Rau
Wer 18 Jahre alt ist und mindestens 50 Kilogramm sollte auf jeden Fall einmal Blut spenden.
Auch wenn ich schon zweimal Blut gespendet habe - die Blutspende am Erich-Brost-Berufskolleg, die ich momentan durch meine Ausbildung zwei Mal die Woche besuche, ist eine ganze besondere Erfahrung.
Wie das an einer Schule funktionieren soll? Ganz einfach. Schon einige Wochen zuvor werden Schilder ausgehangen, die auf die Blutspendenaktion des Deutschen Roten Kreuzes hinweisen und etwa eine Woche zuvor bekommt man schon mal vorab einige Informationen über den gesamten Ablauf.
In der der großen Pausenhalle wurden dann einige Stühle zum Blutspenden aufgestellt und es gibt verschiedene Stationen, an denen sich jüngere Spender (Schüler) und erfahrene Spende (Lehrer und Co.) orientieren. Zunächst muss man einen Zettel ausfüllen auf denen man allgemeine Fragen beantworten muss, die beispielsweise bestehende Krankheiten und allgemeine Angaben zur Person betreffen. Außerdem muss man auch noch mal zu einem Arzt, der den Blutdruck misst und fragt ob man auch wirklich spenden möchte. Und dann kann es eigentlich auch schon losgehen.
Ein kleiner Piecks und die Nadel ist für etwa zehn Minuten in deinem Arm, was auch gar nicht weiter schlimm ist. Wer Nadeln nicht wirklich mag, so wie ich, schaut einfach für diesen kurzen Moment weg. Nach dem eigentlichen Blutspenden sollte man sich dann noch rund zehn Minuten ausruhen. Danach steht einem ein leckeres Buffet mit belegten Brötchen, Getränken und Schokolade zur Verfügung um wieder vollkommen auf die Beine zu kommen.
Der halbe Liter, der entnommen wird, ist auch gar nicht so viel, wie es sich anhört, im Gegenteil. Dem Körper tut es gut wenn er regelmäßig die Möglichkeit dazu hat, neues Blut zu bilden und außerdem hilft man anderen Menschen, die auf eine Blutspende angewiesen sind, was ich für sehr wichtig halte.
Ich selbst habe noch keine Blutspende benötigt, wär jedoch sehr froh, wenn dann auch mir in diesem Moment schnell durch eine Bluttransfusion geholfen werden könnte. Wer wäre das nicht?!
Julia Lehmann
Die Autorinnen: Julia Lehmann, 19 Jahre, stammt aus Duisburg; Swantje Rau,21 Jahre alt, lebt in Essen. Die ZeusPower-Reporterinnen sind Auszubildende zur Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten in Essen.
Wer Blut spenden will - alle Termine im Westen gibt es hier

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