"Hoffentlich kann ich später so leben wie meine Eltern"
28.05.2009 | 12:38 Uhr 2009-05-28T12:38:00+0200
Natürlich machen sich auch die ZeusPower-Reporterinnen Sorgen, fragen sich, welchen Weg sie nach Schule, Ausbildung oder Studium gehen werden. Für sie steht aber fest - wenn sie sich anstrengen, liegt ihre Zukunft in ihren eigenen Händen. Verrückt machen lassen will sich keine von ihnen - gut so!
Im Moment besuche ich noch die neunte Klasse und werde in vier Jahren mein Abi machen. Dennoch habe ich mir auch bereits schon mal Gedanken über meine Zukunft gemacht. Auch in meinem Freundeskreis und in der Schule haben wir schon über das Thema Zukunft gesprochen, gerade wegen der heutigen Situation.
Unser Lehrer sprach mit uns unter anderem darüber, dass es sehr wichtig ist, viele Sprachen zu erlernen, Praktiken und Erfahrungen zu sammeln. Dies wäre wichtig, da man heute im Berufsleben sehr flexibel sein muss und auch nicht immer seinen Traumberuf erlernen kann. Deswegen sollte man auch in anderen Bereichen über genügend Kenntnisse verfügen.
Arbeitslosigkeit
Da kommen wir auch schon zum Thema Arbeitslosigkeit. Natürlich habe ich auch ein wenig Bedenken, keinen Arbeitsplatz zu bekommen und Hartz IV abhängig zu werden. Erschreckend ist auch, wie schnell man wieder seinen Arbeitsplatz verlieren kann, obwohl man schon mehrere Jahre in diesem Beruf tätig war und vielleicht auch schon seit Jahren bei der gleichen Firma war. Auch meine Eltern machen sich natürlich darüber Sorgen, zumal es gerade selbst im Verwandtenkreis aufgetreten ist.
Ich mache mir darüber natürlich auch so meine Gedanken und hoffe, dass ich später auch einmal so wie meine Eltern leben kann.
Trotz all dieser negativen Aspekte, freue ich mich auf mein späteres Berufsleben und versuche daher nicht zu pessimistisch, sondern eher optimistisch zu sein.
Vielleicht ändert sich ja die heutige Situation in ein paar Jahren und ich kann auch mein jetziges `Ziel vor Augen´ anstreben!
Katharina Draub, 14 Jahre
Für immer jung
Am liebsten würde ich für immer jung bleiben. Wenn ich sehe, wie viele Sorgen und Ängste einen Erwachsenen plagen, scheint es ja fast unmöglich das Leben noch zu genießen.
Trotzdem denke ich oft über meine berufliche Zukunft nach. Dabei werfen sich genau die genannten Fragen auf.
Angst vor dem Druck
Ich habe Angst, dass ich dem enormen Druck, der mir die Schule und die Gesellschaft auflegt, nicht stand halten kann. Ständige Leistungsüberprüfungen und Fragen wie "Was willst du denn mal später machen?" sind an der Tagesordnung. Wenn man sich über meinen Berufswunsch "Journalist" unterhält, heißt es oft nur: "Da musst du dich aber ranhalten", oder "Ziemlich unsicher der Job!".
Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich Eltern habe, die mich klar unterstützen und mir eine bestmögliche Ausbildung bieten und finanzieren. Mit einer guten Ausbildung und viel Engagement bin ich mir aber sicher, dass ich meinen Berufswunsch verwirklichen und eine erfolgreiche Zukunft haben werde.
Carla Scheytt, 16 Jahre
Wenig Zeit für Sorgen
Ich hab eigentlich wenig Zeit, um über meine Zukunft nach zu denken. Ich muss gut in der Schule sein, um mein Abitur mit guten Noten zu schaffen.
Aber mit dieser Aussage ist auch wieder die Frage mit der Zukunft verbunden.
Als Schüler steht man unter einem enormen Stress, wenn man schon einen festen Plan gefasst hat, wie die Zukunft für einen aussehen soll.
Um meinem Beruf als Journalistin später nachgehen zu können, muss ich einfach gut in der Schule sein.
Ich würde gerne ewig eine unbeschwerte Jugend haben, aber wenn ich an mein späteres Leben denke, wird mir bange.
Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise, ist es schwer noch einen guten Job zu bekommen.
Ich hoffe, dass sich bis zu meinem Abitur die Lage ändert, denn in ein paar Jahren habe ich hoffentlich das Studium absolviert und dann beginnt der wirkliche Ernst des Lebens.
Dann muss auch ich mich mit der unangenehmen Wahrheit der Arbeitssuche befassen.
Pia Massing, 16 Jahre
Ängste schon in der Grundschule
Bei vielen Kindern fängt es schon in der Grundschule an, dass sie sich Gedanken um ihre Zukunft machen. Sie haben Angst, dass sie beispielsweise keine Ausbildung bekommen. Ich erlebe es an meiner Schule auch, dass sich die Abschlussklassen so langsam Gedanken machen, weil für sie bald der harte, aber reale Arbeitsalltag beginnt.
Klar mache auch ich mit Gedanken, ob alles so verläuft, wie ich es mit erhoffe. Da ich Tierpflegerin werden möchte, ist das alles gar nicht so einfach. Durch die ganzen Zoo-Sendungen (zum Beispiel aus dem Zoo Münster), wollen viele Jugendliche Tierpfleger werden. Da macht man sich schon Gedanken, ob es wirklich der richtige Weg ist und alles glatt verläuft.
Trotzdem freue ich mich sehr auf meine Zukunft. Ich denke zwar schon, dass ich - sobald ich ein paar Monate in der Ausbildung gearbeitet habe - die Schule vermissen werden, aber ist das nicht normal?! Aber ich möchte Tierpflegerin werden, das ist mein absoluter Traumberuf, da lasse ich mir von keinem reinreden. Ich werde „mein Ding“ durchziehen und sehe optimistisch in die Zukunft.
Nadja Schmitz, 16 Jahre

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