Meine Oma und der 2. Weltkrieg
15.03.2010 | 09:28 Uhr 2010-03-15T09:28:00+0100
ZeusKids-Reporter Marvin Schmidt, 10 Jahre, aus Menkhausen hat zum Thema "Meine Oma und der 2. Weltkrieg" einen ZeusKids-Artikel verfasst.
"Meine Oma ist 83 Jahre alt. Ich habe ihr ein paar Fragen zum Krieg gestellt. Ich wollte wissen, wie sie sich gefühlt hat; ob sie Angst hatte, und sie hat mir erzählt.
Als der Krieg anfing, war sie 12 Jahre alt. Sie hatte nicht so viel Angst, weil sie dachte, dass ihre Eltern sie schon beschützen würden. Aber sie konnte die Angst in den Augen der Eltern sehen. Als einmal Bomben fielen, ist sie mit ihrem Papa in den Schweinestall gelaufen. Dort haben sie sich hinter einem Schweinetrog aus Beton versteckt. Er sollte etwas Sicherheit bieten, und es ist alles gut gegangen.Manche Leute liefen auch in den Wald, um sich vor den Angriffen der Flieger zu schützen. Einmal haben die Amerikaner einen Zug bombadiert. Da kamen viele verletzte Soldaten ins Dorf. Alle Kinder hatten schulfrei und mussten helfen, Butterbrote für die verwundeten Soldaten zu schmieren. Abends um 18.00 Uhr mussten immer alle Leute in ihren Häusern sein und es durfte niemand mehr draußen herumlaufen.
Es gab im Krieg keine Apfelsinen oder Bananen. Die amerikanischen Soldaten hatten immer Erdnüsse und Weißbrot, von dem meine Oma manchmal etwas ab bekam. Das hat ihr gut geschmeckt.
Als der Krieg anfing, hatten die Eltern meiner Oma Silberhochzeit, und zur Feier des Tages gab es für jeden ein Schälchen selbstgekochten Pudding - sonst nichts!
Ich bin froh, dass jetzt kein Krieg ist!" Marvin Schmidt (4. Klasse Grundschule Dorlar)
Bild: Kinderzeichnung Bombenangriff © MDR/LE Vision/Helfried Israel

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