VfB Lohberg schlug sich selbst
29.04.2010 | 12:21 Uhr 2010-04-29T12:21:00+0200Dinslaken.Bezirksligist VfB Lohberg unterlag beim Aufstiegsfavoriten FSV Duisburg mit 1:4. Tajib Dema erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich per Foulelfmeter. Coach Franz-Josef Steininger beklagte hinterher „einige zweifelhafte Entscheidungen“ des Schiedsrichtergespanns.
Auch eine Viertelstunde nach dem Abpfiff war „Pino“ Steininger, Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfB Lohberg, noch nicht wieder zu beruhigen. Nach der 1:4 (1:1)-Niederlage beim neuen Tabellenführer FSV Duisburg hatte der Ex-Bundesligaprofi einige Baustellen abzuarbeiten. Zunächst bekam direkt nach dem Abpfiff das Schiedsrichtergespann um Karl-Jörg de Jong sein Fett weg. „Die Schiedsrichter haben zwar nicht das Spiel entschieden, jedoch einige zweifelhafte Entscheidungen gefällt“, so Steininger.
Eigentlich wollten die „Knappen“ aus einer gesicherten Defensive heraus kontern, doch daran war nicht zu denken, denn die Abwehr stand alles andere als sicher. Zudem kam eine unerklärliche Schwäche bei Standardsituationen. „Basti Bruß ist über zwei Meter lang und gewinnt nicht ein Kopfballduell. Wir geht das denn?“, fragte sich Steininger. Die ersten beiden Gegentreffer durch Yalcin Alkurt (18./72.) fielen beide nach Freistoßflanken.
Eigentlich wollte der VfB den Aufstiegskampf spannend gestalten und Glückauf Möllen die Möglichkeit geben, weiter von der Landesliga zu träumen, doch einige der mitgereisten Möllener Verantwortlichen gingen nach dem 3:1 durch Ahmet Aksoy (76.) bedient nach Hause. Erneut Aksoy besorgte den Endstand für die Duisburger (89.).
„Der FSV war nicht so stark, dass man sie nicht schlagen könnte, aber wir hauen uns die Dinger selbst um die Ohren“, ärgerte sich der Übungsleiter. Der einzige Akteur, der sich gestern Abend ein Lob vom Trainer verdiente war der A-Junior Hakan Erbaykir, der den Strafstoß, den Tajib Dema verwandelte herausholte (42.): „Hakan hat seine Sache erneut gut gemacht. Vielleicht stelle ich für Sonntag um.“ Dann ist die SV 08/29 Friedrichsfeld zu Gast in der Lohberger Dorotheenkampfbahn.

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