ZeusAward 2009
"Ich wollte einfach einen guten Artikel schreiben"
22.06.2009 | 16:55 Uhr 2009-06-22T16:55:00+0200
Essen. Klare Sache – der ZeusAward 2008/2009 war der krönende Abschluss zweier erfolgreicher Zeus-Runden in Nordrhein-Westfalen!
Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache – die WAZ Mediengruppe gehört mit ihren vier Tageszeitungen WAZ, NRZ, WR und WP zu den größten Förderern des Dialogs zwischen Jung und Alt. Das Zauberwort lautet dabei Zeus.
Gerade die kleinen Geschichten am Rande sind das Salz in der Suppe jeder Veranstaltung. Hier einige Zeus-Splitter vom ZeusAward.
Auch beim ZeusAward sind die Zeus-Förder engagiert. Ihre Preise kamen bei den Nachwuchsreportern richtig gut an: Malies Bollmann-Nolte (DEW 21), Andreas Köster (Mark-E), Marianne Müller-Antoine (UNICEF), Oberstleutnant Jürgen Ammann (Bundeswehr), Anna Maas (Stadtwerke Bochum), Christian Schwind (GAZPROM Germania), Andreas Steiniger (Schalke 04), Katrin Herbstreit (Schalke 04) und Marcus Woelke (WAZ Mediengruppe).
Was einen guten Pädagogen ausmacht? Dass er mit Leib und Seele bei der Sache ist – auch bei Glücksmomenten für seine Schützlinge als Ansprechpartner und Förderer bereit steht. Björn Ruschenburg, Lehrer am Gymnasium Essen-Nord-Ost, jubelte mit seiner Klasse über den Preis. Das war Begeisterung pur!
Was Reporter wollen? Gelesen werden! Für Bodo Zapp, Chefredakteur der Westfalenpost, eine klare Sache. Völlig überraschend erklärte er bei der Preisverleihung, dass die Artikel aller ZeusAward-Gewinner im überregionalen Teil der Westfalenpost veröffentlicht werden. Für diese Überraschung gab es von den Gästen viel Applaus.
Mit einem Camcorder begleitete auch Andrea Ewers, Ausbildungsredakteurin der Journalistenschule Ruhr, den ZeusAward. Dabei fing sie als mobile Reporterin natürlich auch Stimmen vieler Teilnehmer ein. Der Beitrag steht in den nächsten Tagen auf dem Zeus-Sendeplan - nicht verpassen und www.derwesten.de/zeus zur Startseite machen!
Auf die Show am Abend im GOP musste Malies Bollmann-Nolte von DEW 21 verzichten. Direkt nach der Preisverleihung zog es sie zum Bahnhof, um nach Hause zu fahren. Termine, Termine, selbst an einem Samstag!
Mit Preisen kennen sich natürlich auch die Zeus-Projektredakteure aus. Beispiele gefällig? Kerstin Eigendorf, Zeus-Projektredakteurin der Westfalenpost Brilon, hat im vergangenen Jahr den Marion-Dönhoff-Förderpreis der Robert-Bosch-Stiftung für ihre Serie "Bürger machen Politik" erhalten. Und Stephan Hermsen, Zeus-Projektredakteur der NRZ in Essen, gewann mit seiner Reportage "Eins-Null für Rebecca" 2008 den Oscar der deutschen Journalistenpreise, den Theodor-Wolff-Preis. Exzellenter Journalismus ist genau hier richtig - in den Redaktionen der WAZ Mediengruppe.
Brigitte Koch vom Zeusteam hieß direkt im Foyer die jungen Gäste und die Erwachsenen willkommen. Sie wusste genau, wer seine Eintrittskarte bereits erhalten hatte und auf wen noch ein wenig gewartet werden musste.
Fotograf Gerd Lorenzen von der Westfalenpost kennt und begleitet Zeus seit Jahren mit Leib und Seele. Diesmal musste er aber gerade am Ende auf die Tube drücken. Schon um 18 Uhr sollte er an der Veltins-Arena sein, um sich zeitig beim Klitschko-Kampf zu akkreditieren. „Und vorher fahre ich noch einen Schlenker, hole einen Kollegen ab. Wir haben nur eine Parkkarte!“ Natürlich klappte am Ende alles noch ohne Probleme – klare Sache, der Sieg für Klitschko.
Engagiert im Einsatz waren Mitglieder der ZeusPower-Redaktion, der Jugendredaktion der WAZ Mediengruppe. Für Katharina Draub, Carla Scheytt und Joel Klaas war es ein besonderer Blick hinter die Kulissen – die Schüler halfen wie die Profis, kümmerten sich um die Gäste. Super Nachwuchs!
Eigentlich wollte Marcus Woelke direkt vom Start weg beim ZeusAward dabei sein. Doch bevor er den ZeusAward genießen konnte, startete er mit seinem Team „Masterplan“ beim WAZ-Fußball-Cup. Hier traten Hobby-Mannschaften der WAZ Mediengruppe aus ganz Deutschland an, um sich als Kicker zu versuchen und zu bewähren. Welchen Platz seine Mannschaft belegte? Damit wollte Woelke nicht so recht mit der Sprache herauskommen. Aber, soviel steht fest, für das Turnier im kommenden Jahr will er eventuell noch mal mit Schalke sprechen – wegen Training und so.
Den Saal und den Sitzplan hatte David Hachmann vom Zeusteam unter Kontrolle. Wer nicht auf dem für ihn bestimmten Platz saß, musste noch einmal wechseln. Höflich und freundlich bat Hachmann dann um den Sitzplatz-Wechsel.
Wie bei jeder gescheiten Top-Veranstaltung gehört es nun einmal auch dazu, dass die Familie mitanpackt – auch beim ZeusAward. Weil die Filme, die zur Auflockerung bei der Preisverleihung gezeigt wurden, das falsche Format hatten, musste Thomas Peters, Ehemann von Cheforganisatorin Ivonne Peters, keine 24 Stunden zuvor an den heimischen Computer, schneiden und neu abspeichern – gute Arbeit!
Bülend Ürük
Mit Begeisterung lesen Leserinnen und Leser zwischen Kleve und dem Siegerland die Beiträge der Nachwuchsreporter.
Die besten Artikel wurden am Samstag in einem feierlichen Rahmen im GOP Varieté-Theater Essen ausgezeichnet.
Eigentlich gibt es keinen Politiker, der nicht wenigstens einmal gesagt hätte, wie wichtig es sei, dass sich junge Leute mit Erwachsenen austauschen. Der nicht gesagt hat, dass die Älteren Verantwortung für die Jugendlichen übernehmen müssen – nicht nur im Privatleben, sondern auch im Beruf.
Das ist eine Herausforderung, der sich die WAZ Mediengruppe seit Jahren. Welches Unternehmen lässt sonst so viele Jugendliche in ein Berufsfeld schnuppern? Ohne großes Aufsehen, dafür aber mit allen Mitteln eines erfolgreichen Medienhauses. Mit täglichen Zeitungen im Klassenraum und ordentlich Platz auf Zeus-Seiten für Schüler-Artikel.
Kein Zeitungsangebot in Deutschland für Schüler ist so erfolgreich wie Zeus – Zeitung und Schule.
Im GOP Varieté-Theater
Eine ausgelassene Stimmung herrscht im GOP Varieté-Theater. Die Teilnehmer – Nachwuchsreporter, ihre Eltern, die Laudatoren, die wichtigen Zeus-Sponsoren – schreiten schon am frühen Nachmittag über den roten Teppich. Bei einigen Schülerinnen gibt es keinen Unterschied zu einer Gala in Berlin oder einem Empfang in Wien. Sie kleiden sich in einem feinen Abendkleid, die Haare hat der Friseur frisch hergerichtet, Schmuck aus der privaten Schatulle „von Mama“ glitzerte um den Hals.
Der fruchtige Willkommens-Cocktail schmeckt, über Zeitungsgrenzen hinweg lernen sich die Gäste kennen.
Nachwuchsreporter-Dialog: „Welche Zeitung? WP. Und ihr? NRZ. Ach, cool!“
Das GOP Varieté-Theater erscheint schon auf dem ersten Blick als würdige Veranstaltungsort. Mondän wirkt die Einrichtung, das satte Licht verströmt Wärme.
Mit einem donnernden Intro-Film beginnt die Veranstaltung. Bilder der vergangenen beiden Zeus-Runden, untermalt mit modernen Klängen, stimmen in den Abend ein.
Als dann aber Harald Heuer, Zeus-Projektleiter und stellvertretender Leiter der Journalistenschule Ruhr, die Bühne betritt, setzen sich einige der nominierten Reporter aus ihrer lockeren Sitzposition auf, drücken den Rücken durch.
Jetzt geht es los! Jetzt wird es ernst!
Harald Heuer spricht die Sprache der Schüler, er begrüßt die Gäste, stimmt auf die Preisverleihung ein.
Erfahrungen austauschen
Für die Laudatio konnte Ivonne Peters vom Zeusteam, die das Event organisiert hat, einen der bekanntesten Karikaturisten Deutschlands engagieren. Thomas Plaßmann zeichnet seine teils bösen Kommentare für die NRZ und für die Frankfurter Rundschau. Mit schnellen Strichen gibt er Einblicke in seine Arbeit. „Zeus ist ein Weg, sich besser zu verständigen. Mit Zeus erfahren wir viel mehr von- und übereinander“, lobt Plaßmann und bittet die jungen Journalisten, bei ihrer Berufswahl doch auch einmal darüber nachzudenken, ob sie nicht vielleicht Karikaturist werden möchten.
Die Fäden hält Dr. Dahms
Die Fäden in der Hand hält am Nachmittag Dr. Andrea Dahms. Wüsste man nicht, dass sie im Tagesgeschäft im Zeusteam arbeitet, man könnte denken, dass da vorne eine Profi-Moderatorin, sagen wir, von ARD oder ZDF steht.
„Ich kann nur sagen: Herzlich willkommen, wenn Sie später einmal Journalist werden möchten“, begrüßt Bodo Zapp einen Gewinner.
Der Chefredakteur der Westfalenpost kennt vielleicht wie kein anderer Journalist die WAZ Mediengruppe. Gelernt hat er bei der NRZ beim legendären Chefredakteur Jens Feddersen, als Chef vom Dienst war er bei der WAZ aktiv, als Chefredakteur führt er nunmehr seit Jahren die Westfalenpost, Heimatzeitung für Südwestfalen.
Voller Einsatz
„Irgendwie merkt man, dass er seinen Beruf liebt“, sagte eine Zeus-Mutter leise zu ihrer Tochter. Zapp, dessen Zeus-Reporter gleich vier von acht Preisen einheimsen, lächelt, spricht mit den jungen Reportern – so von Kollege zu Kollege, ohne Allüren, fragt nach und will wissen, wie die eine oder andere Formulierung gemeint ist.
Alle sind dabei
Nicht eine Chefredaktion lässt es sich nehmen, beim ZeusAward persönlich vertreten zu sein. Manfred Lachniet, stellvertretender Chefredakteur der NRZ, freut sich über zwei Auszeichnungen für seine Zeus-Reporter, jeweils einen Preis dürfen Frank Fligge, Vize-Chefredakteur der WR, und Wilhelm Klümper, Vize-Chefredakteur der WAZ, überreichen.
„Mit so viel Aufmerksamkeit habe ich gar nicht gerechnet. Ich wollte einfach einen guten Artikel schreiben“, sagt ein ZeusAward-Gewinner bescheiden, nachdem er sich seinen Preis abgeholt hat und in verschiedene Kameras für das perfekte Bild lächeln durfte.
Glückliche Gesichter
Wer am Samstag die glücklichen Gesichter der Gewinner gesehen und vielleicht auch schon einmal mit den Zeus-Projektredakteuren vor Ort über ihre Arbeit gesprochen hat, merkt schnell, welch wichtige Rolle Zeus und damit die Tageszeitung, die von offenkundig interessierten Seiten ja oft als verstaubt betrachtet wird, in den Klassen- und Kinderzimmern in Nordrhein-Westfalen einnimmt. Zeus, und das wird deutlich, ist mehr als ein Projekt, bei dem Schüler lesen und mitschreiben dürfen.
Wie sagte eine Mutter am Samstag noch: „Erst Zeus hat meine Tochter zur Zeitung geführt. Morgens geht sie nicht mehr aus dem Haus, bevor sie in die Zeitung geschaut hat.“ Übrigens, Herr Klümper, es ist die WAZ, die bei dieser Familie nicht auf dem Frühstückstisch fehlen darf.
Bülend Ürük
Alle Gewinner und die Beiträge gibt es hier
Das Video zur Preisverleihung könnt ihr hier sehen.

15:30
Nur wer Zeitung liest, versteht die Welt. Den Satz habe ich irgendwann mal im Zusammenhang mit Zeus gelesen. Gefällt mir gut. So schön online auch ist, so wichtig ist es doch, dass man Zeitung liest!!!!!
11:40
Meinte natürlich Super Bericht! Sorry!
11:40
per Bericht! Wir waren gestern bei der Preisverleihung und ich finde es super, wie sich die WAZ Mediengruppe für den Nachwuchs einsetzt. Der Artikel gibt die Veranstaltung perfekt wieder. Irgendwie war es fast wie ein Familienfest! Wir sind gerne Teil unserer Zeitung! Morgens gehört unsere WR auf den Frühstückstisch!