Hungern am gedeckten Tisch
14.07.2011 | 12:06 Uhr 2011-07-14T12:06:00+0200
Essen.Eigentlich gibt es zuhause bei Caroline Rau und Pia Friedrichs genug zu essen. Aber die beiden wagten ein Experiment und wurden mit einem ZeusAward für die „Beste Zeus-Aktion“ belohnt.
Ein Minimüsli, eine Karotte, ein Apfel, ein „Portiönchen“ Reis mit wenig Fleisch und unendlich viel Magenknurren: Das ist das Ergebnis eines Experiments, welches die zwei Achtklässlerinnen Carolin Rau und Pia Friedrichs aus Lünen gewagt haben.
Im Rahmen von Zeus haben die beiden Mädchen „gehungert“ und selbst ausprobiert, wie man mit einer sehr kleinen Tagesration Lebensmittel auskommt. Maximal 1000 Kilokalorien durften es sein. Gerade so viel wie ein Deutscher in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg durchschnittlich zu essen hatte.
Knurrender Magen, langer Schultag
Die Schülerinnen sensibilisieren mit ihrem Versuch für eine Situation, die in der Überflussgesellschaft von heute für die Mehrheit unvorstellbar ist. Hungern muss keiner, satt wird heute doch fast jeder. Wie schwer es jedoch für die Menschen im Nachkriegsdeutschland gewesen sein muss, können Carolin und Pia nun sehr gut nachvollziehen. Denn allein den Schultag mit knurrendem Magen zu überstehen, ist offenbar eine Herausforderung.
Für dieses außergewöhnliche Experiment mit geschichtlichem Hintergrund vergibt die ZeusAward-Jury den Preis in der Kategorie „Beste Zeus-Aktion“.
In dieser Kategorie werden Beiträge prämiert, die eine gelungene Berichterstattung über eine Zeus-Aktion darstellen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um eine Aktion in der Fußgängerzone, eine Theateraufführung in der Schulaula oder eine Kunstausstellung auf dem Schulhof handeln. Als Bewertungskriterium gilt: Hauptsache pfiffig, informativ und originell.
Erschienen ist der Artikel „48 Stunden Magenknurren “ am 7. Juni auf der Zeus-Seite in der Ausgabe der WR Lünen.

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