Arnsberger Zeus-Reporter begeistern Felix Magath
28.07.2009 | 13:54 Uhr 2009-07-28T13:54:00+0200
Berlin/Arnsberg. Max Klein und Tayfun Karakulak lächeln verlegen. Die ZeusAward-Gewinner vom Franz-Stock-Gymnasium stehen mitten im überfüllten Pressezelt und werden gleich auf Felix Magath treffen.
Die beiden Pennäler — Max ist schon, Tayfun wird am 28. Juli 17 Jahre alt — haben bei Zeus, dem medienpädagogischen Projekt von Westfalenpost und Journalistenschule Ruhr, mitgemacht und mit einem Interview zu Anabolika und den Folgen die Jury des ZeusAwards begeistert. Max und Tayfun gewannen den ZeusAward "Zeus-auf-Schalke". Auf Einladung von Gazprom Germania durften sie am Wochenende die Hauptstadt gemeinsam mit ihren Freunden Robert Schiller (16) und Marius Bingener (16) besuchen und ein volles Programm absolvieren.
Alte Försterei
Den Höhepunkt erlebten sie direkt am Samstagmittag. Das Stadion an der Alten Försterei in Köpenick umweht ein Hauch von Veränderung. Mit ihren eigenen Händen haben fleißige Fans des 1. FC Union Berlin den Spielort der ersten Mannschaft erneuert. Die Frauen und Männer, die auf der Tribüne stehen und lautstark Hymnen für die eigene Mannschaft singen, leben für den Sport, für ihre Mannschaft.
"Gib Gas gegen Gewalt" heißt die Initiative von Gazprom. Das Energieunternehmen, Hauptsponsor von Schalke, setzt sich aktiv für Gewaltprävention im Fußball ein und hat das Spiel überhaupt erst ermöglicht. Für die Initiative hat Schalke bereits einige Benefizspiele bestritten. Die Einnahmen der "Eisernen" in Höhe von 110.000 Euro fließen in den Bau vom Union-Fan-Haus sowie in ein gewaltvorbeugendes Projekt des Berliner Fußball-Verbandes.
Das Ergebnis schmeichelt die Gastgeber, in einem schnellen Spiel bezwingt der Zweitliga-Aufsteiger den Bundesligisten aus Gelsenkirchen.
Ganz nah an den Stars
"So weit vorne saß ich noch nie beim Fußball", sagt Max. Direkt in der ersten Reihe sitzen die beiden ZeusAward-Gewinner und ihre beiden Freunde, einen Meter weiter kämpfen Fußballer wie Kevin Kuranyi, Benedikt Höwedes oder Manuel Neuer gegen die bestens aufgelegten Berliner Kicker. Erst jetzt wird ihnen auch ihre Leistung bewusst, ihr Können, das im Alltag doch zu sehr untergeht. Den "Zeus-auf-Schalke"-Award haben sie gewonnen, auf dem Papier den Wettstreit mit 50.000 anderen Zeus-Reportern für sich entschieden, den Award nach Arnsberg geholt und die Fahrt nach Berlin als Auszeichnung erhalten.
"Eigentlich wollten wir ja nur einen guten Artikel schreiben", sagt Max, der in den Herbstferien im Rahmen eines Praktikums bei unserer Zeitung genau erforschen möchte, ob er nach Abitur und Studium vielleicht doch Journalist werden sollte.
Im Pressezelt
Mit Elena Steile begleitet sie eine zuvorkommende Gazprom-Mitarbeiterin das ganze Wochenende; die Jugendlichen fühlen sich bei ihr wohl. Obwohl die Reporter vieler anderer Medien in das Pressezelt drängen, erhalten die Arnsberger Schüler natürlich Plätze, dürfen dabei sein und müssen nicht wie andere Fragen und Antworten draußen lauschen. TV-Teams stehen parat, mehrere Fotoapparate richten sich auf Union-Trainer Uwe Neuhaus und Schalke-Sportdirektor Felix Magath, auf einigen Blöcken und in einigen Laptops werden die Höflichkeiten der beiden Macher notiert. Tayfun, Max, Marius und Robert sind beeindruckt.
Burkhard Woelki, Leiter der Unternehmenskommunikation von Gazprom Germania, winkt die Zeus-Reporter zu sich, stellt sie Felix Magath kurz vor. Der Meistertrainer lächelt, schüttelt die Hände, es kommt zum kurzen Gespräch. Felix Magath kennt das gemeinsame Engagement von WP und Journalistenschule Ruhr bei Zeus. Zum Start auf Schalke durften ihn bereits Viertklässler von unserem Grundschulprojekt ZeusKids persönlich interviewen.
Dann noch schnell ein Foto, der Mann, der Schalke zum Titel führen soll, will zu seiner Familie und hat ja auch mit seiner Mannschaft noch einige Stunden Arbeit vor sich. "Er hat eine unglaubliche Aura", sagt Marius später, nach einem Wiedersehen im VIP-Bereich.
Bülend Ürük

15:23
Die Männer in der Mitte sehen gut aus..HaHa..