Zu Besuch in der Villa Kunterbunt
29.11.2010 | 15:45 Uhr 2010-11-29T15:45:00+0100
Weilerswist.„Boah, geile Farben“. Die Reaktion der Zeus-Reporter von der Freien Christlichen Realschule Lüdenscheid auf das Logistikzentrum der Drogeriekette dm in Weilerswist ist eindeutig.
Dabei sieht das riesige Gebäude von Außen noch recht unscheinbar aus: Pastelltöne, ein bisschen grau und viel Glas – ein modernes Industriegebäude eben. Doch von Innen ist alles anders. Die Wände sind in knalligem grün oder gelb gestrichen, die Stahlträger sind orange, die Geländer der Treppen und Stege violett. Türen sind blau und die allgegenwärtigen Plastikkisten leuchtend rot.
„Das hat einen einfachen Grund“, erläutert Bilal Ghazi. Der 24-Jährige ist Auszubildender bei dm und kümmert sich an diesem Tag um die Zeus-Reporter aus Lüdenscheid. „Die Künstlerin, die die Hallen gestaltet hat, wollte nichts tristes und einfarbiges hier haben. Die Farben signalisieren gute Laune und Kreativität. Also genau das, was auch von uns Mitarbeitern verlangt wird.“
Nachhaltigkeit ist ein großes Thema
Knapp zwei Stunden dauert die Führung durch das Verteilzentrum. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit: So bekommen die Zeus-Reporter seltene Einblicke gewährt – zum Beispiel zeigen Ghazi und seine beiden Azubi-Kollegen Ahmad El-Haj und Peter Pikos den Schülern die Holzhackschnitzel-Heizung und die Photovoltaik-Anlage.
Wirklich beeindruckend ist für die Schüler aber der eigentliche Arbeitsablauf in dem Lager: Überall flitzen kleine Hängebahnen vollautomatisch durch die Gegend, große Roboter sortieren Paletten in Regale und auf zig Kilometern Förderband rutschen und rollen Plastikkisten von Halle zu Halle.
Im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ setzen sich die deutsche Unesco-Kommission und dm-drogerie markt gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit ein. Dazu haben sie unter anderem den Wettbewerb „Ideen Initiative Zukunft“ ins Leben gerufen.
Unesco und dm arbeiten zusammen
Einen kleinen Eindruck davon bekamen auch die Lüdenscheider Realschüler. Denn nach der Betriebsführung mussten sie in zwei Mini-Workshops Präsentationen erarbeiten. „Das war ein spannender Tag“, erzählt Bastian, kurz bevor es zum Mittagessen in die Kantine geht. „Sonst bekommt man ja nicht so einen tiefen Einblick in ein Unternehmen.“
Und auch Jana hat die Besichtigung gefallen: „Das war ziemlich interessant. Jetzt weiß ich nämlich wenn ich einkaufen gehe, wo die ganzen Sachen herkommen. Das ist cool, weil man das sonst nicht zu sehen bekommt.“
Sascha Döring, ZeusTeam

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