Zeus auf Schalke

Ganz nah an den Profis

09.11.2012 | 16:31 Uhr
Ganz nah an den Profis
So geht Interviewtraining beim FC Schalke 04: Tranquillo Barnetta stand in der vergangenen Woche als einer von vier Schalker Bundesligaprofis den Zeus-Reportern Rede und Antwort.Foto: Karsten Rabas / FC Schalke 04

Gelsenkirchen.   Wie stelle ich die richtigen Fragen? Wie verarbeite ich die Antworten in einen journalistischen Beitrag? Darum ging es in der vergangenen Woche bei „Zeus auf Schalke“. In Theorie und Praxis wohlgemerkt. Auch vier waschechte Bundesligaspieler schauten vorbei.

Einen tiefen Einblick in die königsblaue Seele bekamen rund 50 Zeus-Reporter aus dem ganzen (Fußball-)Westen in der vergangenen Woche geboten. Der FC Schalke 04 hatte am Mittwoch und am Donnerstag zum Interviewtraining geladen. Und dabei ging es unter anderem auch für Lara Knezevic, Lina Obermeier und Matthias Bremshey vom Schiller-Gymnasium beileibe nicht nur darum zu lernen, wie man die richtigen Fragen stellt.

Das Schulpult wurde an diesen Tagen gegen einen Tisch im VIP-Bereich der Schalker Veltins-Arena getauscht. Durch den Tag führten nicht die Lehrerinnen und Lehrer, sondern mit Dirk Oberschulte-Beckmann der Stadionsprecher des Gelsenkirchener Traditionsvereins. Und wer sich die Beine vertreten wollte, ging nicht raus auf den Pausenhof, sondern konnte das bei einer Stadionführung tun.

Freilich wurde auch Theorie und Praxis in Sachen Interviewführung geboten. Jörg Seveneick, einer der Macher des Schalker Fan-Fernsehens, hatte „richtig gute Tipps“ parat, wie der Schwelmer Zeus-Reporter Lars fand. „Das hat uns auf jeden Fall beim echten Interview viel geholfen.“

„Ein spannender Job“
„Ein spannender Job“

Herr Fährmann, normalerweise, wenn Sie mit Journalisten zu tun haben, sind Sie derjenige, der die Antworten gibt. Könnten Sie sich vorstellen, auch mal auf der anderen Seite zu stehen, wie unsere Zeus-Reporter?

Fährmann: Bislang habe ich so etwas noch nicht gemacht, aber ich stelle mir das sehr vielseitig vor. Man ist viel unterwegs und hat mit vielen Menschen zu tun. Unterschätzen würde ich diesen Beruf aber nicht. Man muss immer im Thema und up to date sein. Ich denke aber insgesamt, dass das ein sehr spannender Job ist.

Als Fußballprofi vergeht kaum ein Tag, an dem man nichts über sich oder seine Mannschaft lesen kann. Lesen Sie selbst zu Hause eine Zeitung?

Ich habe ein Fußball-Fachmagazin abonniert und lese viel im Internet. Wenn mir das nicht reicht, brauche ich nur zu meinen Eltern fahren. Die haben so ziemlich jede Zeitung zu Hause, die es gibt.

Sie wurden gerade von unseren Zeus-Reportern mit Fragen gelöchert. Was war denn die interessanteste Frage, die Sie gestellt bekommen haben?

Das ist schwer. Es gab viele gute Fragen. Am einfachsten zu beantworten war die Frage, ob ich, wenn es Schalke nicht gäbe, zu Dortmund wechseln würde. Die war ganz schnell beantwortet. (lacht)

Die „echten Interviews“ waren die Höhepunkte der beiden Zeus-Tage auf Schalke. Schließlich standen als Gesprächspartner waschechte Bundesligaprofis zur Verfügung. Christoph Metzelder und Timo Hildebrand am Mittwoch sowie Ralf Fährmann und Tranquillo Barnetta am Donnerstag standen den Nachwuchs-Journalisten Rede und Antwort. Natürlich inklusive einer Autogrammstunde und einem Lächeln für das Erinnerungsfoto.

Hätten sie auch Barack Obama gewählt, Herr Metzelder? Warum sind sie Torwart geworden, Herr Fährmann? Warum tragen sie jetzt einen Schnurrbart, Herr Barnetta? Viele kreative Fragen prasselten auf die S04-Profis ein. Auch für die Fußballer schien das eine willkommene Abwechslung zu sein.

Auf die Antworten allerdings müsst ihr, liebe Zeus-Leser, noch warten. Schließlich müssen die Interviews auch noch geschrieben werden...

Bastian Angenendt

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