Stuntshow

Feuer, Verfolgungsjagden und tiefe Stürze - Stuntleute im Movie Park erzählen von ihrem Job

18.05.2011 | 17:06 Uhr
Feuer, Verfolgungsjagden und tiefe Stürze - Stuntleute im Movie Park erzählen von ihrem Job
Bei der Stuntshow im Movie Park ging es spannend zu.

Bottrop.   Fünf Zeus-Reporter aus Gelsenkirchen recherchieren im Movie Park in Bottrop. Dabei werfen sie auch einen Blick hinter die Kulissen der Stuntshow. Die Darsteller erklären ihnen, wie man am besten von einem Hochhaus fällt.

Hilfesuchend blickt sich die junge Frau in dem schreiend roten Kleid um. Sie steht am Rande eines Hochhausdachs, auf der Straße unter ihr liefern sich die Cops und die Schurken einen wilden Schusswechsel. Plötzlich schießt hinter ihr eine riesige Stichflamme in den Himmel. Sie erschrickt, springt einen Schritt nach vorne und stürzt vom Häuserdach in den gähnenden Abgrund.

Auf den Zuschauerbänken halten in diesem Moment fünf Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums in Gelsenkirchen gespannt den Atem an. Laura, Yvonne, Tobias, Lena und Daniel sind an diesem Tag in offizieller Mission im Movie Park in Bottrop: Als Zeus-Reporter schauen sie hinter die Kulissen der „Crazy Action Stunt Show“ und erfahren dabei ein paar gut gehütete Geheimnisse.

Schnellste Achterbahn ist die aus Holz

Die Zeus-Reporter waren ziemlich beeindruckt von den Stuntleuten. Foto: Mester

Aber zuvor bekommen die fünf Nachwuchsjournalisten die Gelegenheit, Antje Kurz-Möller, die Pressesprecherin des Freizeitparks, mit Fragen zu löchern. Ob schon einmal etwas Schlimmes passiert sei, will Laura Augustin wissen. Es sei noch nie jemand ernstlich zu Schaden gekommen, sagt Antje Kurz-Möller: „Einmal ist einer in der Wasserbahn ins Wasser gefallen. Aber das war seine eigenen Schuld und es ist ihm auch nichts passiert.“ Die fünf blicken sich erleichtert an. Schließlich, so erklärt die Pressesprecherin weiter, werden alle Geräte jeden Morgen inspiziert und sogar Probe gefahren. Sicherheit gehe eben vor.

Aber -- das wissen die Zeus-Reporter auch -- ohne Looping und Highspeed gibt es auch keinen Nervenkitzel. „Welches ist denn die schnellste Achterbahn hier?“ möchte Daniel Hausdörfer wissen. Das sei die Holzachterbahn, die bis zu 80 Stundenkilometer schaffe, sagt Kurz-Möller. Wenn die Reporter demnächst mit der Familie oder Freunden den Movie Park besuchen, können sie mit Insiderwissen angeben.

Lieber vom Dach springen als hinterm Schreibtisch sitzen

Die Stuntleute und die Schüler vor einem Auto, das in der Show benutzt wird. Foto: Mester

So beeindruckt wie von der actionreichen Stuntshow sind die Zeus-Reporter später auch von den Darstellern. Verschwitzt und mit zerzausten Haaren kommen die Stuntmänner und -frauen zum Interview, das etwas schwierig wird. Denn Darsteller Paul Davis kommt aus den USA und auch die Schwedin Madeleine Trollvik spricht nur Englisch. Ob viel Mut dazu gehöre, von einem Haus zu springen, will Laura wissen. „Wir springen nicht sofort von einem Dach sondern üben erst am Boden, dann erhöhen wir auf zwei Meter, dann vier und immer so weiter“, erklärt Bernd Pietsch, der in der Show den Police-Officer spielt. Man müsse sich beim Landen auf der Matte steif wie ein Brett machen, fügt Madeleine noch hinzu. Übersetzt wird ihre Antwort von Showmanager Daniel Schuster, der quasi der Regisseur der Stuntshow ist. „Stuntman ist kein Beruf für komplette Dumpfbacken“, fügt Schuster hinzu. Denn man müsse auch Ahnung von Physik haben. Wenn man etwa mit einem Auto eine Vollbremsung macht, sollte man wissen, wo man zum Stehen kommt.

Natürlich wollen die Zeus-Reporter auch wissen, wie man Stuntman- oder frau wird. Er habe schon früh gemerkt, dass er Stuntman werden wolle, sagt Paul Davis: „Ich wollte nie hinter einem Schreibtisch sitzen.“

Viel frische Luft bekommen an diesem Tag auch die fünf Zeus-Reporter. Nach dem Interview dürfen sie nämlich noch im Park herumlaufen und die Achterbahnen testen. Das ist Teil ihrer offiziellen Mission. Natürlich.

Mehr lest ihr bald auf den Zeus-Seiten.

Pia Mester

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