Kultur

Fein wie Pinselstriche, jedoch geschaffen aus Garn

17.11.2011 | 15:30 Uhr
Fein wie Pinselstriche, jedoch geschaffen aus Garn
Auch wenn alles wie ein Labor aussieht, es handelt sich hierbei tatsächlich um Kunst. Foto: Jochen Linz

Dortmund.  Eine vermummte Figur, gestickt auf verblichenen Stoff. Ein Labor, das keines ist, sondern stattdessen ein Kunstwerk: Fünf Schülerinnen der Dortmunder Droste-Hülshoff-Realschule haben sich in der Ausstellung des DEW21-Kunstpreises 2011 umgeschaut - und fleißig über die Bedeutung der Exponate gerätselt.

Die schwarzen Fäden spinnen sich filigran über das alte Handtuch. Sie zaubern eine vermummte Figur auf den verblichenen Stoff, leicht wie Pinselstriche. Dabei hat die Künstlerin Lena Schmidt zur Nadel gegriffen und ihr Werk gestickt statt gemalt. „Wie kommt man bloß auf so etwas?“, fragt die Zehntklässlerin Alina Natt und blickt gefangen auf das Kunstwerk. Alina ist Schülerin der Klasse 10c der Droste-Hülshoff-Realschule. Mit vier Klassenkameradinnen stöberte sie auf Einladung von DEW21 im Museum für Kunst und Kulturgeschichte durch die Werke von elf Künstlern, die sich im Rahmen des DEW21 Kunstpreises 2011 bis zum 23. Oktober in einer Ausstellung präsentieren.

„Kunst kennt keine allgemeingültige Deutung. Jeder interpretiert sie anders. Schaut genau hin, was erkennt ihr?“ Anfangs war es für die fünf Schülerinnen gar nicht so leicht, die genaue Bedeutung dessen zu verstehen, was ihnen Adriane Wachholz mit auf den Weg durch die Ausstellungsräume gab. Zu neu und unbekannt war das Terrain. Doch mit Adriane Wachholz hatten sie eine wahre Expertin an ihrer Seite. Sie hat die Auszeichnung 2009 gewonnen und erzählte den jungen Besuchern nun gemeinsam mit dem DEW21-Organisator für Kulturveranstaltungen, Wolfgang Bödeker, alles Wichtige zum bedeutenden Ruhrgebietspreis.

Eifrige Spekulationen

Die Scheu vor dem neuen und noch fremden Umfeld war deshalb schnell verflogen und die Fünf stürzten sich mit sichtlicher Begeisterung auf die Exponate. Eifrig spekulierten sie gemeinsam mit ihrer Lehrerin Elke Gagon über Aussage und Idee der multimedialen Werke, beschrieben ihre Empfindungen und rätselten darüber, welche drei Künstler es wohl aufs Kunstpreis-Treppchen geschafft haben. Nach dem kulturellen Vergnügen kommt nun die Pflicht. Denn als echte Zeus-Reporterinnen werden sie natürlich ihr Erlebnis in Worte fassen.

Die Fotos zum Kunstpreis-Ausflug gibt es hier .

Kerstin Wördehoff

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