Eine gewisse Popularität
24.03.2009 | 16:24 Uhr 2009-03-24T16:24:00+0100
Martin Fleckenstein, Lehrer am Paul-Spiegel-Berufskolleg in Dorsten, kann bereits auf einige Jahre Zeus-Erfahrung zurückblicken. Er macht Schülern Mut, sich als Zeus-Reporter zu versuchen.
„Viel zu viele junge Menschen sind ohne Zeitung und viele lesen überhaupt nicht”, sagt Martin Fleckenstein, Lehrer am Paul-Spiegel-Berufskolleg. „Deshalb halte ich das Zeus-Projekt für sehr wichtig.” Der Pädagoge beteiligte sich bereits mehrmals mit einer Klasse an diesem medienpädagogischen Projekt der Journalistenschule Ruhr. Beim aktuellen nimmt er sich eine Auszeit, reflektiert aber gern über seine Erfahrungen.
„Vor allem”, sagt Fleckenstein, „steigert das Zeus Projekt das Selbstwertgefühl der Schüler. Denn: „Die Schüler können sich mit ihren Themen einmal darstellen. Themen die normalerweise nicht unbedingt in der Zeitung stehen, nicht im Interesse der allgemeinen Leserschaft sind.” Es sei eben interessant, selbst etwas zu schreiben, das dann gedruckt wird und in der Öffentlichkeit Beachtung findet. Mit diesen Worten will Martin Fleckenstein alle Schüler – nicht nur die am Berufskolleg – motivieren und ihnen Mut machen, sich als Zeus-Reporter zu versuchen.
Im Foyer des Paul-Spiegel-Berufskollegs in Dorsten gibt es zum Beispiel einen Schaukasten, in dem die Zeus-Seiten der Tageszeitung ausgehängt und die Artikel der eigenen Schüler besonders markiert werden. „Da stehen dann viele Schüler vor, suchen die Artikel der eigenen Mitschüler. Die Autoren genießen dann eine gewisse Popularität”, freut sich der engagierte Lehrer über das Interesse auch derer, die nicht selbst beim Projekt mitmachen. Noch hängen die Zeus-Seiten vom vergangenen Jahr im Schaukasten des Berufskollegs, doch Fleckenstein ist ganz fest davon überzeugt, dass „sich das schnell ändern wird”.
Für junge Menschen, die sich ihre Informationen heutzutage zumeist aus dem Internet besorgen, „sei das Zeus-Projekt eine Bereicherung”. „Das Internet ist bei all seinen Risiken und Nebenwirkungen natürlich sehr schnell”, sagt Fleckenstein, aber die Tageszeitung sei dennoch ein unverzichtbares Medium – auch wegen seiner Seriösitat. Ob letztendlich bei den Schülern etwas hängen bleibt, mehr eine Zeitung abonnieren, das wisse er nicht. Er sagt aber: „Das generelle Interesse am Lesen, an Printmedien, ist bei den Schülern stärker geworden.”

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