Zeus

Ein Tag als Reporter auf Schalke

08.11.2010 | 17:04 Uhr
Ein Tag als Reporter auf Schalke
Auch Profi Gerald Asamoah trafen die Zeus-Reporter auf der Pressetribüne. Foto: Kathrin Feldhofer

Gelsenkirchen.Einmal auf dem Rasen der Schalke-Arena stehen, einmal auf der Trainerbank sitzen. Für 24 Zeus-Reporter wurde dieser Wunsch wahr. Als Online-Redakteure trafen sie sogar einen bekannten Spieler.

Nur drei Meter entfernt spricht Fernsehmoderator Marcel Reif für den Sender Sky ins Mikrofon. Einige Reihen weiter hinten kommentiert der gelb-rot gesperrte Spieler Gerald Asamoah das Spielgeschehen fürs Radio und mittendrin sitzen die Zeus-Reporter. Alle sind sie ausgestattet mit Stift und Block, denn sie sind für einen Tag als Online-Redakteur auf Schalke.

„Sonst sieht man immer nur das Spiel und nie, was drumherum passiert“, sagt Tonio Pougin aus der Klasse 8b des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums in Dortmund. Die Zeus-Aktion bietet ihm und 23 weiteren Schülern aus acht Städten diese einmalige Chance. Und dafür bringt Tonio dann auch ein großes Opfer. Denn eigentlich sind die Farben Weiß und Blau so gar nicht die des Dortmunder Jungen.

Einmal dort sitzen, wo sonst die Trainer der Presse Rede und Antwort stehen.

Doch obwohl die Arena in Gelsenkirchen gerne als Feindesland beschrieben wird, bestand in Dortmund wie in den meisten anderen Städten auch großes Interesse an der Aktion und das Los musste entscheiden, wer fahren darf. „Es geht ja nicht nur um ein Fußballspiel, das ist was Einmaliges“, sagt Moritz Jung von der freien christlichen Realschule in Lüdenscheid begeistert. „Wir haben so was noch nie gemacht und das ist einfach mal eine coole Erfahrung“, schwärmt auch sein Klassenkamerad Lukas Weustermann.

„Für mich spielt es keine Rolle, für welchen Verein es ist“, sagt die 13-jährige Line Kreimeyer aus Dortmund. Mich interessiert es einfach, wie so ein Journalist arbeitet.“ Denn die Schülerin überlegt, ob sie selbst Journalistin werden möchte. Genau wie Pascal Danehl aus der Klasse 8 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Wetter. Auch er möchte mal „irgendwas mit Journalismus und Sport machen“ und kann so erste Erfahrungen sammeln.

Die meisten Nachwuchsjournalisten machen sich viele Notizen beim Rundgang durch die Arena. „Wir wollen über die Arbeit eines Reporters schreiben“, sagt Lucas Bolz aus Dortmund. „Wir wollen dabei so ein bisschen die Hintergrundperspektive beschreiben.“ William Selmanaj aus der Klasse 8d der Friedrich-Ebert-Realschule in Oberhausen möchte über die Partie der Gelsenkirchener gegen St. Pauli schreiben: „Wir wollen eine Reportage machen, wie das Spiel ist“, sagt er. Der 13-Jährige ist begeistert von der Atmosphäre: „Ich war noch nie hier im Stadion. Ich wusste nicht, dass das so groß ist“.

Zeus-Reporter nehmen auf der Trainerbank Platz

Für Tobias Vieth aus der Klasse 8 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Wetter ist der Blick hinter die Kulissen, der Rundgang durch die Arena, was ganz Besonderes: „Ich bin Schalke-Fan seit ich fünf war“, sagt der 13-Jährige. Sonst kommt er mit der Familie mit seiner Dauerkarte aber nur in die Südkurve.

Mit Zeus auf Schalke läuft er durch den Gang zum Spielfeld, den auch die Spieler nehmen. Er kann auch auf der Bank sitzen, auf der Felix Magath beim Spiel Platz nimmt. Und er sieht mit den anderen Zeus-Reportern den Raum, in dem sich die Trainer nach dem Spiel den Fragen der Presse stellen müssen. Nicht nur Annika Brandau aus der Klasse 8b der Otto-Pankok-Schule in Mülheim kommt zu dem Fazit: „Ich fand das cool, mal hinter die Kulissen gucken zu können.“

Eine Bilderstrecke von der Zeus-Aktion gibt es hier .

Kathrin Feldhofer

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