Hobby

Zitternde Knie beim Karpfen-Angeln

07.11.2011 | 13:47 Uhr
Zitternde Knie beim Karpfen-Angeln
Marvin Kreuzberg hat ein ganz besonderes Hobby: Er angelt gerne Karpfen. Hier ist er mit einem Spiegelkarpfen zu sehen. Foto: Zeus

Dortmund.   Zeus-Reporter Marvin Kreuzberg hat ein ganz besonderes Hobby: Er angelt gerne Karpfen. Sein persönlicher Rekord liegt bei einem 18,5 Kilogramm schweren Fisch. Bei Zeus berichtet Marvin von der Nervosität, wenn ein Fisch anbeißt und die Knie vor Spannung zittern.

Karpfenangeln ist meine größte Leidenschaft! Seit meinem vierten Lebensjahr angele ich und habe in diesem Jahr meinen ersten Karpfen gefangen: Er war acht Kilogramm schwer. Inzwischen liegt mein persönlicher Fang-Rekord bei 18,5 Kilogramm.

Der erste Fisch ist etwas ganz Besonderes! Die Knie fangen an zu zittern und es kommt Nervosität auf. Auch jetzt noch, nach vielen gefangenen Karpfen zittern meine Knie immernoch. Wenn dieses Gefühl nicht mehr da ist, kann das Angeln schon fast aufgegeben werden.

Traurige Tiefpunkte

Dieses Gefühl wird immer besser, von Karpfen zu Karpfen. Jedes Wochenende und oft in der Woche nach der Schule gehe ich angeln. Ohne meinen Vater wäre ich wahrscheinlich nie an das Karpfenangeln gekommen. Beim Karpfenangeln kann viel passieren, es gibt schöne Momente aber auch Tiefpunkte. Einer der schönen Momente ist der, wenn der Karpfen im Kescher gelandet ist, oder wenn ich einen großen Karpfen gefangen habe. Nicht so schön ist es, wenn sich ein Karpfen vom Haken löst. Es kann wirklich sehr ärgerlich sein, denn oft ist es der letzte Biss des Angeltages. Ein anderer Tiefpunkt ist, wenn einer der Angler sich am Haken verletzt.

Es gibt viele Köder, um die „Wasserschweine“, wie die Karpfen von uns Anglern genannt werden, zu erwischen. Zum Angeln gibt es künstliche Köder, wie Fakemaiskörner oder Leuchtmaiskörner. Natürlich gibt es auch andere Köder. Am beliebtesten ist wahrscheinlich der Boilie oder auch der Mais-Köder und Pellets.

Das Anfüttern ist beim Karpfenangeln sehr wichtig. Um den Karpfen an seinen Köder zu locken, sollte man den Köder, den man auch am Haken verwendet, ins Wasser einbringen. Der Fisch bekommt Vertrauen zu den Ködern und der Karpfen saugt die Köder so ohne Hemmungen ein. Das Karpfenangeln kann an vielen Gewässern ausgeübt werden: Am Fluss, am Kanal oder am See.

Es gibt viele Karpfenarten, zum Beispiel Marmor-, Spiegel-, Schuppen-, Zeilkarpfen. Das Grundangeln funktioniert mit der Festbleimontage, dort ist das Blei fest auf der Schnur über dem Vorfach. Die Festbleimontage ist dazu da, damit der Karpfen sich beim Einsaugen des Köders selbst hakt. Das heißt, wenn der Karpfen wegschwimmt, weil er ein Stechen spürt, wird der Haken durch das Gewicht des Bleies in das Maul gebohrt. Es gibt auch Möglichkeiten einen Karpfen mit einem Haken zu fangen, der vorne im Maul hängt. So kann der Fisch wieder schonend zurück ins Wasser gesetzt werden.

Spannende Laichzeit

Das Zurücksetzen der Fische ist wichtig, um den Karpfenbestand zu erhalten, da nicht viele Karpfen in das Gewässer eingesetzt werden. Oft werden Karpfen wieder gefangen, dies lässt sich am Schuppenbild erkennen. Um die Schleimhaut und die Schuppen zu schonen, werden Abhakmatten verwendet, dort werden die geangelten Karpfen drauf gelegt. Diese Matte ist meist mit Styroporkugeln gefüllt, der Karpfen liegt weich und dem Fisch passiert nichts. Dies ist wichtig, damit der Karpfen wieder zurückgesetzt werden kann.

Es gibt beim Karpfenangeln sogenannte Hotspots. Dies sind die Stellen in einem Gewässer, an denen Karpfen oft fressen. Diese Hotspots sind beispielsweise überhängende Büsche, Seerosen, Inseln oder Kanten.

Allerdings kann man beim Karpfenangeln mehr erleben, als nur einen Fisch zu fangen. Manchmal kann man die Laichzeit miterleben, in dieser Zeit paaren sich die Fische. Es ist faszinierend, den Fischen dabei zuzusehen.

Die besten Jahreszeiten um Karpfen zu fangen sind Frühling und Herbst. Im Winter lässt die Nahrung nach und die Karpfen bewegen sich nicht viel, deswegen müssen die Karpfen im Winter gesucht werden. Da die Nahrung im Winter nachlässt, muss der Karpfen im Frühling alles nachholen. Im Herbst fressen sich die Karpfen ihren Winterspeck an, denn sie müssen genug Fett anbauen, um den Winter zu überleben.

Marvin Kreuzberg, Wilhelm-Busch-Realschule, Klasse 9b, Dortmund

Zeus-Reporter

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