Kommentar

Schund, oder was ist auf den Bestsellerlisten?

09.12.2011 | 10:47 Uhr
Schund, oder was ist auf den Bestsellerlisten?
Zeus-Reporter Moritz L. Wolfermann bemängelt, dass es zu viel Schund auf den Bestsellerlisten gibt. Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool

Dortmund.   Auf den Bestseller-Listen steht nach Meinung von Zeus-Reporter Moritz L. Wolfermann ziemlich viel Schund. Anspruchsvolle Literatur sei kaum noch zu finden. Es bleibe auf bessere Zeiten zu hoffen, in denen es wieder gute Bücher geben wird.

Jährlich sind über tausend neue Bücher auf den Bestsellerlisten. Aber was drauf steht, ist meiner Meinung nach nicht immer von Qualität. Klar ist, jeder hat einen anderen Geschmack und andere Anforderungen, was ein gutes Buch leisten soll. Dennoch ist so manch ein Buch in meinen Augen der reinste Mist.

Viele Bücher haben nur genug Aufsehen erregt oder der Herdentrieb hat den Leser zum Kaufen veranlasst. Die meisten Bücher, die auf den Bestsellerlisten stehen, sind leicht und einfach geschrieben, so dass auch der Letzte die Sprache des Autors verstehen kann.

Wobei wirklich qualitativ gut geschriebene Literatur, wo der Autor sich Mühe gegeben, mit nicht nur dem Gedanken geschrieben hat, möglichst viel Geld zu schaffen, leer ausgeht. Das ist einfach ungerecht!

Viel zu viel „Einmal-Klatsch“

Jeder läuft Charlotte Roche mit ihrem „Schoßgebete“ oder „Feuchtgebiete“ hinterher, obwohl es meiner Meinung nach wohl einen größeren Schuss kaum noch gibt. Trotzdem konnte sie sich wochenlang auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerlisten behaupten.

Ebenso sind die Psychothriller von Sebastian Fitzek nichts als Literatur, die Geld einbringen soll. Der Autor schreibt leicht verständlich, ohne auch nur einmal einen guten Satz zu schreiben. Seine Bücher sind für den Moment spannend, keine Frage, aber nachdem man das Buch gelesen hat verspürt man nicht das Gefühl „war das jetzt ein tolles Buch!“ Es hat einen unterhalten, lässt einen im Nachhinein aber völlig kalt.

Aber noch gibt es selbstverständlich Hoffnung. Es gibt noch anspruchsvolle Literatur auf den Bestsellerlisten, aber sie wird immer weniger. Vielleicht kommt bald mal wieder eine Zeit, in der man gute Literatur und nicht nur den „Einmal-Klatsch“, Bücher die alle wie andere sind, kaufen kann.

Moritz L. Wolfermann, Wilhelm-Röntgen-Realschule, Klasse 9a, Dortmund

Zeus-Reporter

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