Mit 150 Vorbestellungen zum eigenen Roman
20.12.2011 | 16:10 Uhr 2011-12-20T16:10:00+0100
Dortmund. Kimberly Celine Althoff ist 16 Jahre alt, besucht die Wilhelm-Busch-Realschule und hat einen Krimi geschrieben. Der wird im Sommer 2012 veröffentlicht, wenn 150 Vorbestellungen eingegangen sind. Zeus-Reporterin Vivien Lau hat die Autorin interviewt.
Kimberly Celine Althoff geht in die zehnte Klasse der Wilhelm-Busch- Realschule. Sie ist 16 Jahre alt. Sie hat ein Buch geschrieben, das im Jahr 2012 veröffentlicht wird. In ihrer Freizeit liest sie gern und nach Schulschluss hilft sie zweimal wöchentlich in der Betreuung unserer Schule aus. Vor allem jetzt in der Vorweihnachtszeit trifft sie sich oft mit ihren Freunden. Zudem fotografiert sie besonders gerne und hat sich deshalb auch dieses Jahr zu Weihnachten eine neue Kamera gewünscht.
Wo von handelt dein Buch?
Mein erstes Buch ist ein Krimi für Jugendlich ab 12 Jahren und es geht um den Mord einer Mitschülerin, der genau vor einem Jahr bei einer illegalen Party im Freibad passiert ist. Nun, genau ein Jahr später, entdeckt die 15-jährige Helena ein zweites Mädchen tot im Keller ihrer Schule. Als sie versucht, mehr über die Morde zu erfahren, tun sich immer mehr Geheimnisse vor ihr auf, so dass aus einem anfänglich perfidem Spiel bald bitterer Ernst wird und sie nicht mehr weiß wem sie wirklich vertrauen kann. Mit Hilfe zweier Freunde versucht sie trotzdem, der Wahrheit näher zu kommen. Viel zu spät bemerkt sie, wie nah der Mörder ihr bereits ist und in welcher Gefahr sie schwebt.
Wie alt warst du, als du entdeckt hast, dass dir das Schreiben Spaß macht?
Mir hat es immer Spaß gemacht, mir selber Gesichten auszudenken, vor allem wenn sie einen historischen Hintergrund hatten und man so viel über das Thema recherchieren konnte. Genauso habe ich es bei meinem Buch gemacht, damit die Situationen möglichst realistisch wirken und man sich besser in die einzelnen Personen hinein versetzten kann.
Wann hast du das erste Mal eine lange Geschichte geschrieben?
Meine erste wirklich längere Geschichte habe ich vor mehreren Jahren geschrieben.
Möchtest du das Schreiben zu deinem Beruf machen?
Ich glaube, Autorin könnte ich nicht werden. Dafür habe ich einfach nicht die Ausdauer, die Geduld. Vor allem hätte ich aber Angst, dass ich irgendwann keine Ideen mehr für neue Bücher hätte. Trotzdem würde ich gerne das Schreiben zu meinem Beruf machen, aber eher auf eine andere Art und Weise. So würde ich gerne später einmal als Journalistin bei einer Zeitung anfangen, worauf mich vor allem das Zeus-Projekt des letzten Jahres gebracht hat. Da hat es sehr viel Spaß gemacht zu recherchieren und ich habe dadurch auch mehr Interesse an der Zeitung gefunden.
Was war die Inspiration zu deinem Buch?
Ich lese schon seit Jahren sehr gerne. Als ich in einer Zeitschrift von einem Wettbewerb gehört habe, bei dem man seine Kurzgeschichte einreichen konnte, habe ich mir überlegt, wovon meine Geschichte handeln könnte und was es für mögliche Motive gibt. Ich fing an zu schreiben, doch aus einer anfänglichen Kurzgeschichte wurde schon bald ein 400-seitiger Roman. Nach fünf Monaten und dreimaliger Korrektur überlegte ich mir dann, ob ich es vielleicht an Jugendbuchverlage senden sollte und genauso habe ich es dann auch gemacht.
Was ist die Besonderheit an deinem Buch?
Mein Manuskript spielt in Dortmund an einer Realschule, wo es zu zwei Morden unter Schülern kommt. Ich denke, für viele Jugendliche, vor allem wenn sie aus der näheren Umgebung stammen, ist es leicht, sich in das Geschehen zu versetzen und sich vielleicht die ein oder andere Parallele auftut. Ich habe immer in verschiedenen Sichtweisen geschrieben, wie zum Beispiel in der der Hauptperson, der Kommissarin, des Freundes der Ermordeten, in der des Tatverdächtigen und sogar aus Sicht des Mörders selbst, so dass man vielleicht besser versteht, warum die Personen gerade so handeln und es dem Buch eine besondere Spannung gibt, was ja bei einem Krimi das wichtigste ist und ich hoffe, dass es auch vielen anderen in meinem Alter gefällt und sie es gerne lesen.
Möchtest du noch mehr Bücher schreiben?
Nach meinem ersten Krimi ,,Tödliche Geheimnisse” habe ich nun auch meinen zweiten Roman fast fertig, der eine Fortsetzungsgeschichte ist. Ich würde auch gerne noch ein drittes, abschließendes Buch für diese Trilogie schreiben, in dem dann alle Geheimnisse, die in den ersten beiden noch offen bleiben schließlich gelöst werden.
Was waren die größten Herausforderungen während des Schreibens?
Während des Schreibens gab es eigentlich keine größeren Herausforderungen, da es mir vor allem Spaß gemacht hat, mir immer mehr Verwirrungen zu überlegen, so dass das Manuskript letztendlich ganz anders geendet hat, als ursprünglich gewollt. Ich konnte alles so gestalten, wie ich wollte. Die größten Schwierigkeiten hatte ich aber beim Versenden meines Manuskripts an die verschiedenen Verlage, da es einen ganz schön runterzieht, wenn man zu Anfang nur Absagen bekommt.
Wie viele Stunden widmest du am Tag der Schreiberei?
Das kann ich nicht sagen. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht und nicht aus Zwang, denn bei zu viel Stress fällt mir meistens gar nichts mehr ein.
Wird dein Buch veröffentlicht?
Ja, ich habe zum Ende der Sommerferien eine Zusage vom „Papierfresserchens MTM-Verlag“ bekommen. Das ist ein kleiner Kinder- und Jugendbuchverlag, der sich besonders für Erstautoren einsetzt. Mein Buch mit dem Titel ,,Tödliche Geheimnisse” wird voraussichtlich im Sommer 2012 erscheinen. Zudem brauche ich 150 Vorbestellungen von Freunden und Bekannten, der Verlag kümmert sich dann um die Bestellungen der Buchläden.
Was halten deine Freunde und deine Familie von deinem Talent?
Anfangs waren sie alle sehr überrascht, dass ich in meiner Freizeit ein ganzes Buch geschrieben habe. Ich froh, dass ich von meinen Freunden und meiner Familie so toll unterstützt werden.
Vivien Lau, Wilhelm-Busch-Realschule, Klasse 9d, Dortmund

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