Lewis Holtby ist immer am Ball geblieben
09.12.2011 | 13:02 Uhr 2011-12-09T13:02:00+0100
Dortmund. Der 21-jährige Lewis Holtby ist Kapitän der deustchen U21-Nationalmannschaft und spielt für den FC Schalke 04. Zeus-Reporter Sebastian Strube und Marvin Gunia haben den Fußball-Profi getroffen und sich mit ihm über „Let’s Dance“, seine Familie und die Karriere unterhalten.
Lewis Holtby (21) hatte von klein auf nie ein anderes Ziel, als Fußballprofi zu werden. Dabei wurde er stets von seiner Familie unterstützt. Mit 17 Jahren schaffte der Halb-Engländer den Sprung zum Profi und von da an ging es steil Berg auf für ihn. Wir stellten ihm sowohl sportliche als auch private Fragen, um mehr über ihn und seine Persönlichkeit zu erfahren.
Zeus: Lewis Holtby, können Sie sich vorstellen mal bei „Lets Dance“ mitzumachen?
Lewis Holtby:Ich denke, wenn man am Wochenende meinen Torjubel gesehen hat, könnte man sich vorstellen, dass ich dort sicher belustigend wäre. Allerdings spiele ich doch lieber Fußball.
Hatte dieser Tanz eine tiefere Bedeutung für Sie?
Wir haben diesen Tanz bereits bei der U21 auf Zypern getanzt, weil wir das Lied und den Tanz, den man ja aus YouTube-Videos kennt, einfach cool finden. Eigentlich wollte ich den Tanz mit ‘Baumi’ (Baumjohann) machen, aber der hat sich dann gedrückt, da habe ich ihn alleine gemacht.
Wie sah Ihre schulische Laufbahn aus?
Nach meinem Realabschluss bin ich aufs Berufskolleg gegangen. Dort habe ich versucht, die Fachoberschulreife zu erlangen. Nach einem Jahr stand dann jedoch der Profifußball vor der Tür, für den ich mich dann auch entschieden habe.
Was waren Ihre Alternativen zum Fußballprofi?
Mit der Fachoberschulreife wollte ich in Richtung Medizin gehen, allerdings hatte ich dazu nie wirklichen Ehrgeiz. Fußball war immer mein einziger Gedanke.
Fühlen Sie sich in Deutschland oder in England wohler?
Natürlich in Deutschland. Ich bin hier aufgewachsen und habe immer hier gelebt. Außerdem spiele ich ja auch für Deutschland, das Land ist einfach klasse! Ich reise aber auch gerne und so oft es geht nach England, um meine Familie zu sehen.
Inwiefern hat ihre Familie Sie in Ihrem Traum, Fußballprofi zu werden, unterstützt?
Ohne meine Familie wäre ich jetzt nicht hier. Meine Mutter hat mich und meinen Bruder jahrelang zum Training gefahren. Ohne meine Familie hätte ich es niemals geschafft und deswegen bin ich ihnen sehr dankbar.
Aus welchen Gründen war Ihr Lieblingsspieler früher David Beckham und inwiefern hat er Sie inspiriert?
David Beckham war damals eine Stilikone mit einem geilen rechten Fuß. Er konnte Freistöße schießen wie kein Zweiter und spielte geniale Pässe und Flanken. Damals war ich auch noch Außenspieler, jedoch linksfüßig. Mittlerweile ist er natürlich nicht mehr mein Lieblingsspieler, da man irgendwann ja auch selbst im Geschäft ist. Man versucht mittlerweile nur noch, sich von Topstars wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo etwas abzuschauen und sich Tipps zu holen.
Woher hatten Sie überhaupt den Ansporn, Fußballprofi zu werden?
Vor allem dadurch, dass meine Eltern immer mit großer Begeisterung bei meinen Spielen dabei waren und mich unterstützt haben. Es war aber auch immer ein Ansporn, wenn man die Leute spielen gesehen hat, die es bereits geschafft hatten. Deswegen bin ich stets am Ball geblieben und hatte keinen anderen Traum.
Kann man den Sprung zum Fußballprofi als wichtigstes Ereignis Ihres Lebens sehen?
Ja schon, das war schon eine Lebensveränderung. Mit Anfang 17 verdiente ich plötzlich mehr Geld als mein Vater, das war schon etwas merkwürdig. Unter anderem war somit ja auch mit 17 schon meine Schulzeit zu Ende.
Nun sind Sie seit diesem Jahr zurück in Gelsenkirchen beim FC Schalke 04. Wie fühlen Sie sich? Ist es schöner als zuvor?
Ja, das kann man schon sagen. Das hat auch Gründe: Ich war damals gerade mal 18 Jahre jung. Mittlerweile bin ich 21 , habe 2 A-Länderspiele gespielt und bin Kapitän der U21-Nationalmannschaft. Ich habe mich weiterentwickelt und spiele jetzt regelmäßig.
Was sind denn Ihre Ziele in der Gegenwart?
Natürlich ist es mein Ziel, mit Schalke immer weiter zu kommen und Titel zu gewinnen, mich in der Nationalmannschaft beweisen zu können und Erfahrung zu sammeln, so dass ich am Ende hoffentlich gesund und stolz auf meine Karriere zurückblicken kann.
Wen sehen Sie dieses Jahr als Titelfavorit? Denken Sie Dortmund kann die Meisterschaft verteidigen? Und wie sehen Sie die Chancen für den FC Schalke 04?
Ich denke, wir sind nah an der Spitze dran. Zu sagen, wir werden Meister, wäre fatal. Unser Ziel ist ein Platz im europäischen Wettbewerb. Aber so lange wir die Chance haben, werden wir versuchen alles dafür zu tun, oben dran zu bleiben. Allerdings haben auch Mannschaften wie Bayern oder Borussia Dortmund eine enorme Qualität. Ich glaube aber, dass wir gute Paroli bieten können.
Sebastian Strube und Marvin Gunia, Bert-Brecht-Gymnasium, Klasse Q1, Dortmund

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