Hund und Kaninchen sind beste Freunde
23.11.2011 | 15:25 Uhr 2011-11-23T15:25:00+0100
Dortmund. Sabine Landeck züchtet Kaninchen. Im Interview erzählt sie den beiden Zeus-Reporterinnen Jeannine Lehmann und Sophie Welling von ihrem lustigsten Erlebnis bei der Zucht, erklärt wie lange ein Weibchen trächtig ist und vieles mehr.
Als wir im Internet nach Kaninchenzüchtern gesucht haben, ist uns eine Seite besonders aufgefallen: „Sabines Zwergenstübchen“. Also haben wir einen Termin mit der Hobbyzüchterin Sabine Landeck vereinbart und sind nach Deusen gefahren. Dort haben wir die Züchterin zu ihrem interessanten Hobby befragt.
Zeus: Was ist das lustigste Erlebnis, das Sie mit Ihren Kaninchen erlebt haben?
Sabine Landeck:Sehr gelacht haben wir, als wir unseren Hund Sammy bekommen haben. Er kam mit acht Monaten zu uns in die Familie. Sammy musste erst an die Kaninchen, die in unserem Garten leben, gewöhnt werden. Ich habe ein Kaninchen aus dem Stall geholt, es lief dann über die Wiese. Sammy lief ein paar Runden hinter ihm her. Plötzlich drehte das Kaninchen um und sprang unserem Hund ins Gesicht. Da hat er einen ganz schönen Schreck bekommen. Sammy und die Kaninchen sind seitdem die besten Freunde!
Wie sind Sie zum Züchten gekommen?
Meine älteste Tochter wollte irgendwann ein Kaninchen haben. Als ich ihr diesen Wunsch erfüllt habe, kamen mir nach einiger Zeit zwei Kaninchen zu wenig vor. Da kam mir die Idee, einmal selbst zu züchten. Der erste Wurf kam 2006. Als Verwandte und Freunde zu Besuch kamen, wollten sie alle gleich ein paar Babys kaufen und mitnehmen. So brachten sie mich auf die Idee Kaninchen zu züchten, um sie daraufhin zu verkaufen.
Wie lange dauert es, bis ein Kaninchenbaby zur Welt kommt? Wie viele Babys gibt es in einem Wurf?
Das Weibchen ist 31 Tage trächtig. Nach dieser Zeit kommen die Babys zur Welt. Sie bleiben dann noch drei bis vier Wochen im Nest, dann werden sie flügge und fangen an, den Stall zu erkunden. Ein Weibchen, das zum ersten Mal Babys bekommt, bringt meist drei oder viel Kleine zur Welt. Bei den Zwergrassen können es jedoch auch sieben oder acht Babys in einem Wurf sein.
Macht es Ihnen Spaß zu züchten?
Ja, natürlich mach es mir Spaß. Es ist sehr spannend, die Kleinen aufwachsen zu sehen. Wenn sie auf die Welt kommen sind sie blind, taub und nackt. Sie sind also vollkommen hilflos. Ganz toll finde ich auch den Überraschungseffekt bei der Geburt: Man weiß ja nie, welche Färbung herauskommt.
Welche Rassen züchten Sie? Sind Sie in einem Zuchtverein?
Ich züchte Löwenköpfchen und Farbenzwerge. In einem Zuchtverein bin ich nicht.
Ist es schwer, neue Besitzer für die Tiere zu finden?
Es ist überhaupt nicht schwer. Teilweise gibt es für bestimmte Rassen sogar eine Warteliste. Ich habe auch schon Tiere nach Holland verkauft.
Fällt es Ihnen emotional schwer die Tiere bzw. Die Babys abzugeben?
Am Anfang war es schon schwer, da wollte ich am liebsten alle Tiere behalten. Aber inzwischen gibt es manchmal zwei bis drei Lieblingstiere, die ich dann auch behalte.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite von „Sabines Zwergenstübchen“.
Jeannine Lehmann und Sophie Welling, Wilhelm-Röntgen-Realschule, Klasse 9d, Dortmund

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