Hilfe auf der Leuchtturm-Station
14.11.2011 | 12:36 Uhr 2011-11-14T12:36:00+0100
Datteln. Kleine Verletzung oder lebensgefährlichen Krankheit: Kinder brauchen grundsätzlich eine einfühlsame Behandlung in einer besonderes freundlichen Umgebung. Die Vestische Kinder- und Jugendklinik in Datteln hat sich auf die Behandlung kleiner Patienten spezialisiert.
Die Kinder- und Jugendklinik wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet und seitdem immer wieder vergrößert. Heute zählt sie zu den größten Kliniken in Deutschland, in der einzig und allein Kindern und Jugendlichen geholfen wird. Erwachsene Patienten gibt es in diesem Krankenhaus nicht.
Patienten aus dem Ausland
Die jungen Patienten, vom Frühchen bis zum achtzehnjährigen Teenager, kommen aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland nach Datteln. Die Klinik wurde besonders gemütlich und offen eingerichtet. Damit der Weg ins Krankenhaus vor allem für die kleineren Kinder nicht so beängstigend ist, schmücken kleine Bronzetiere bereits die Straße zum Eingang. Dies und vieles mehr wurde durch Spenden ermöglicht.
1000 Mitarbeiter sind in der Klinik beschäftigt, die die Kinder besonders liebevoll und aufwendig betreuen. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“ lautet das Motto der Klinik. Traumatisierte, schwer kranke, sowie chronisch und psychisch kranke Kinder werden dort behandelt.
Die Klinik hat ebenfalls ein Palliativzentrum. Dort wird Kindern mit unheilbaren Krankheiten geholfen. Das Ziel auf dieser Station ist nicht die Heilung. Auf der Palliativstation soll der körperliche und psychische Zustand des schwer kranken Patienten verbessert werden.
Um diese Verbesserung zu erreichen, werden die unheilbar kranken Kinder nicht nur stationär, sondern auch ambulant behandelt. Ambulante Behandlung heißt, dass die Kinder zwar im Krankenhaus behandelt werden, danach aber wieder nach Hause gehen können. So wird es ihnen ermöglicht, den Rest ihres Lebens noch „normal“ bei ihrer Familie verbringen zu können. Sie müssen also nicht alleine im Krankenhaus im Bett liegen. Die Palliativstation in der Vestischen Kinder- und Jugendklinik ist bundesweit die einzige.
Zusammenleben gibt Kraft
Die jungen Menschen, die wegen chronischer (das heißt: dauerhaft) Schmerzen behandelt werden, haben auf der „Leuchtturm-Station“ einen geregelten Tagesablauf. Dort gibt es sogar eine Schule. Die Kinder sind auf Doppelzimmern untergebracht - den meisten gibt dieses Zusammenleben sehr viel Kraft und Hilfe.
Allein oder zusammen mit ihrer Familie können sie sich frei bewegen und zum Beispiel den Skatebowl, einen extra angelegten Bereich zum Skaten, oder den Kickerraum nutzen. Drei Wochen lang lernen sie, wie sie am Besten mit ihren Schmerzen umgehen und vor allem durch Ablenkung gegen sie ankämpfen können.
Die dauerhaften Schmerzen können durch Angst oder Stress entstehen und sind sehr schwer wieder loszuwerden. Wenn die Jugendlichen wieder nach Hause können, sind die chronischen Schmerzen in der Regel gelindert oder sogar ganz verschwunden.
Flora Stroth, Carolin Flemmig, Halil-Cenk Polat und Josephine Jeske, Bert-Brecht-Gymnasium, Klasse 8d, Dortmund

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