Einfach-mal-so-ins-Kino-Gehen
02.12.2011 | 11:00 Uhr 2011-12-02T11:00:00+0100
Dortmund. Im Cinestar Dortmund ist ständig etwas los. Viele Menschen vergnügen sich jede Woche bei einer Auswahl von 40 verschiedenen Filmen. Dabei stellt sich doch die Frage: Wie schafft man es, die Menschen immer rund um die Uhr zu unterhalten?
Wir, die Klasse 8d des Dortmunder Bert-Brecht-Gymnasiums, sind der Frage einmal auf den Grund gegangen und haben dem Cinestar Dortmund einen Besuch abgestattet. „Das Cinestar Dortmund ist das größte von den 99 in Deutschland stehenden Cinestars“, erklärte uns der Theaterleiter Carsten Gülker.
Das Kino war ursprünglich für etwas anderes gedacht: Es sollte ein Premieren-Kino werden. Da es aber zu dieser Zeit noch keinen Flughafen in der Nähe gab, musste man umdenken und so entstand das heutige Cinestar.
Das Kino hat zwei Etagen. Auf diesen zwei Etagen sind die 14 Kinosäle verteilt, die das Kino bietet. Es gibt vier 3D-Kinosäle, die verschieden groß sind. Die kleinsten Kinosäle werden für eher weniger bekannte Filme und die großen Kinosäle für größere Veranstaltungen genutzt.
Rollstuhlfreundliche Kinosäle
In dem Kino stehen Menschen mit einem Handicap nicht außen vor, sondern werden genau so gerecht behandelt wie alle anderen Menschen. Deshalb sind die Kinosäle rollstuhlfreundlich eingerichtet, um diesen Menschen die Chance zu geben, auch bei Filmen dabei zu sein.
Es fanden sogar eine Pressekonferenz von Wladimir Klitschko, Konzerte von „Die Toten Hosen“ und „Die Ärzte“, Lasershows und Spielübertragungen der Deutschen Nationalmannschaft während der WM in einem der größeren Säle statt.
Das Kino bietet immer wieder neue spektakuläre Attraktionen an wie einen „Kino-Marathon“, bei dem man 24 Stunden lang alle Harry-Potter-Filme sehen konnte. Um dies alles im Blick zu haben und zu kontrollieren, gibt es eine/-n Ebenleiter/-in, der/die dafür sorgt, dass die Filme auf ihrer/seiner Ebene laufen.
Für die 3D-Attraktionen müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich mächtig ins Zeug legen, um die Leinwände auszutauschen. Dies nimmt viel Zeit in Anspruch, da man dafür einen ganzen Tag braucht.
Riesige Mengen Popcorn
Es stellt sich jedoch immer die Frage, wie es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinos schaffen, in so kurzer Zeit das Kino zu säubern, so dass die nächste Vorstellung beginnen kann. Um das Kino zu säubern benutzen die Arbeiter das Putzlicht, um einen besseren Überblick auf den Kinosaal zu haben. Danach gehen sie mit so genannten Rollis – das sind Handstaubsauger – und Mülltüten in den Saal und schaffen es, dass er wieder sauber und freundlich für die nächste Vorstellung zu Verfügung steht.
Für viele Besucher ist es selbstverständlich, dass immer Popcorn zur Verfügung steht, aber viele wissen gar nicht, wie viel Arbeit es ist, so riesige Mengen zu produzieren. Wir haben uns damit beschäftigt und herausgefunden, dass erstaunliche 60 bis 90 Kilogramm Popcorn pro Woche hergestellt und verkauft werden.
Während der Weihnachtszeit steigt diese Zahl auf 150 bis 200 Kilogramm Popcorn-Verbrauch pro Woche. Am Ende unserer Führung durften wir uns noch das Herz des Kinos anschauen: den Projektionsraum. Dort gibt es viele moderne Anlagen, ohne die das Kino nicht funktionieren würde. Die Technik und das ganze Zubehör werden auf stolze 140.000 Euro geschätzt!
Eine wichtige Erkenntnis haben wir nach dem Besuch gemacht: Einfach-mal-so-ins-Kino-Gehen gibt es nicht! Viel Arbeit steckt dahinter!
Jana Schreck, Andre Wagner, Pia Samusch und Philipp Thoma, Bert-Brecht-Gymnasium, Klasse 8d, Dortmund

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