Arbeit

Das wahre Gesicht der Kinderarbeit

28.11.2012 | 12:18 Uhr
Das wahre Gesicht der Kinderarbeit
Goldproduktion auf den Philippinen.Foto: Hartmut Schwarzbach /argus

Dortmund.   Kinder sind in vielen Teilen der Welt dafür verantwortlich, ihre Familien dabei zu unterstützen, den Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei müssen sie hart arbeiten, leben gefährlich. Doch es gibt Organisationen, die es sich zum Ziel gemacht haben, derlei Missstände zu bekämpfen.

Armut ist die Hauptursache dafür, dass Kinder in vielen Ländern der Erde ihre Familien unterstützen müssen, um gemeinsam den Lebensunterhalt zu sichern. Mehr als 126 Millionen Mädchen und Jungen müssen Tag für Tag unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen schuften, Insgesamt gibt es 217 Millionen Kinderarbeiter.

Sie ruinieren ihre Gesundheit und können nicht zur Schule gehen. Jährlich kommen 22 000 Kinder durch Arbeitsunfälle ums Leben. Einige dieser Kinderarbeiter stellen Waren und Rohstoffe her, die in die ganze Welt exportiert werden: Eisenerz, Diamanten, Natursteine, Tee, T-Shirts, Kaffee, Kosmetik, Kakao. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Initiativen, die sich gegen die Ausbeutung von Kindern engagieren.

Projekt-Partner von „Terre des Hommes“ haben Schulen eröffnet, helfen Schuldknechten in die Freiheit, leisten Rechtshilfe, werben für die Einschulung und stärken Kinderarbeiter in ihren Rechten. In Deutschland gibt es weniger Armut als in anderen Ländern oder Erdteilen wie Asien, Afrika und Indien. Daher gibt es Organisationen wie „Terre des Hommes“. Sie helfen den Kindern in armen Ländern und spenden Geld, damit die Kinder es einmal besser haben.

„Terre des Hommes“ wurde vor 45 Jahren in Deutschland gegründet. Ziel ist eine, wie der Name schon sagt, „Terre des Hommes“, also eine „Erde der Menschlichkeit“ zu schaffen. 73 Millionen Kinderarbeiter sind unter zehn Jahre alt. In der Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen arbeiten gleich viele Mädchen und Jungen unter gefährlichen Bedingungen. In der höheren Altersgruppe überwiegt die Zahl der Jungen. 100 Millionen Kinder können keine Grundschule besuchen. Etwa 5,7 Millionen Kinder unterliegen modernen Formen der Sklaverei: Sie werden von Menschenhändlern verkauft, um zu arbeiten, oder sie schuften in Schuldknechtschaft. Geldverleiher erpressen Eltern, die die Zinsen nicht mehr zahlen können, ein Familienmitglied zur Arbeit abzustellen. Allein in Südasien leben 15 Millionen Menschen, Erwachsene und Kinder, in Sklaverei.
Gizem Ince

Klasse 9a

Wilhelm-Busch-Realschule

Dortmund

Zeus-Reporterin

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