Kampagnen gegen Gewalt im Stadion
27.11.2008 | 16:16 Uhr 2008-11-27T16:16:00+0100
Gewalt in Fußballstadien ist ein ernst zunehmendes Problem. Gewaltorgien von Fans können wahre Massenpaniken nach sich ziehen - oft auch mit Toten.
Ob die Fans, die diese Gewalt verursachen, rassistische Motive haben, ihren Verein mit falscher Motivation unterstützen wollen oder nur kommen, um sich zu prügeln - sie gehören nicht in die Fußballstadien. Der Fußballverein FC Schalke 04 geht nun rigoros dagegen vor. Mit vielen Sicherheitsmaßnahmen, Fanbetreuung und Gesprächen mit den gewaltbereiten Fangruppen. Mit Erfolg: Es kommt in der deutschen Bundesliga sehr selten zu Ausschreitungen.
In den 80-er Jahren jedoch herrschte auch in der 1. Bundesliga vor vielen Spielen Angst vor Streitigkeiten zwischen den verfeindeten Anhängern der jeweiligen Vereine. So genannte Hooligans, besonders oft die des FC Schalke 04, provozierten Schlägereien zwischen Fans und Polizei. Daraufhin beschloss der Verein, Kampagnen gegen Gewalt ins Leben zu rufen. Fanclubs wurden gegründet, um die Hooligans zu betreuen und ihnen klar zu machen, dass sie durch Gewaltaktionen ihren Verein nicht unterstützen. Mehrere Jahre beschäftigen sich schon Sozialarbeiter mit den aggressiven Fans.
Gazprom, der neue Hauptsponsor von Schalke, rief eine langfristige Initiative zur Vorbeugung von Gewalt, Vorurteilen und Rassismus im Fußball ins Leben. Benefizspiele wurden organisiert und die Amateur- und Jugendarbeit verschärft.
Somit soll den angehenden Fans klar werden, dass es im Fußball um Sport und Spiel und nicht um Gewalt geht. Falls es jedoch trotzdem einmal zu einem Notfall kommen sollte, stehen bei jedem Spiel mindestens 100 Polizisten und 580 Ordner bereit. Bei Spielen mit besonderen Rivalitäten zwischen den Fangruppen wird das Polizeiaufgebot sogar auf bis zu 1 000 Polizisten erhöht.
Um die Arbeit der Sicherheitsleute schnell koordinieren zu können, sind auf dem Gelände der Schalker-Fußball-Arena 99 Kameras positioniert, die alle mit der Sicherheitszentrale des Stadions verbunden sind. Es besteht eine direkte Leitung zur Polizei. Bei den Fußballfans kommt die Arbeit der Fanbetreuer gut an. Alles in allem sind die Zuschauer in deutschen Fußballarenen sehr sicher. Man darf ein friedliches und freundliches Sportereignis erleben.
Marius Boshoff, Carl Kühl, Max Lodd, Marius Schmidt, Klasse 8 c, Geschwister-Scholl-Gymnasium Wetter

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