Wolkenkratzer und Erdnussbutter beim Besuch in den USA
06.06.2011 | 18:10 Uhr 2011-06-06T18:10:00+0200
Wesel.Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums waren bei Gastfamilien in Maryland, USA. Außerdem haben sie New York und Washington besucht.
Die Koffer sind voll gestopft und auf den Gesichtern breitet sich Freude aus. Heute ist der Tag angebrochen, an dem sich für viele ein Traum erfüllt.
Es ist früh morgens, als die jungen Leute am Flughafen stehen und es kaum mehr erwarten können, in das Flugzeug zu steigen. Die Kälte der Klimaanlage lässt sie frösteln. Langsam breitet sich Müdigkeit aus. Doch dann ist diese wie auf Kommando verflogen. Denn die Reise in einen für viele noch unbekannten Kontinent beginnt.
Eine Gruppe von Schülern der 9. und 10. Klasse des Konrad Duden Gymnasiums ist für drei Wochen nach Maryland, USA, geflogen. Dort haben sie bei gastfreundlichen Familien gelebt, die sie am typisch amerikanischen Leben teilhaben ließen.
Lilija Amamitch (siehe Teaserbild), ein 15-järiges Mädchen der zehnten Stufe, lebte in dieser Zeit bei der Familie McQuaid in einer Kleinstadt und ging in die North Hagerstown Highschool. Bei der Schule gab es große Unterschiede zur deutschen Schule: „Ich war sehr überrascht über die Schule und das Verhalten der Schüler“, teilt Lilija mit. An der amerikanischen Schule dürfen Schüler jedes Quartal vier neue Fächer wählen, zum Beispiel auch Fotografie, Psychologie oder Government – Fächer, die einem hier nicht zur Auswahl stehen. Ein weiterer Unterschied ist, dass jeder Schüler einen eigenen Spint hat.
Geregelter Schultag
Außerdem gibt es einen geregelten Tagesablauf, das heißt, jeden Tag um die selbe Uhrzeit denselben Unterricht. Keine Abwechslung. Auch anders als hier ist, dass die Schüler den ganzen Tag in der Schule hocken, denn es gibt keinen Schulhof. „Den Stoff, den sie dort durcharbeiten, finde ich einfach“, sagt Lilija, „denn die Kurse können aus Acht- bis Zwölftklässlern zusammengesetzt sein, da die Kurse in jeder Stufe gewählt werden können.“
Das Verhalten in der Schule ist auch anders. Die Schüler dürfen dort im Unterricht Musik hören, essen oder trinken. „In Deutschland bekämen die Schüler wegen solchen Benehmens sicherlich einen Tadel“, sagt Lilija.
Über das Essen in Amerika gibt es viele Vorurteile. Lilija findet es erstaunlich, wie viele Vorurteile sich als wahr entpuppen: „Die Amerikaner lieben sehr viel, sehr süßes und sehr fettiges Essen. Trotzdem wurde in meiner Familie sehr häufig frisch gekochtes Essen verzehrt. Dennoch waren die Leute zwar beleibt, aber nicht, was man unter ,fett’ versteht. Ich fand das Essen grandios und am besten haben mir die Cookies mit Peanutbutter gefallen. Ds ist eine amerikanische Spezialität, unglaublich lecker und unbedingt weiterzuempfehlen, die muss man einfach gegessen haben.“
Gigantische Stadt
Die Gruppe des Konrad-Duden-Gymnasiums besichtigte auch New York und Washington. In New York angekommen, bestaunten sie erst mal die gigantische Stadt.
Es gebe dort so viele Sehenswürdigkeiten zu bewundern, dass man gar nicht wisse, wo man hingucken soll. Überall riesige Wolkenkratzer, an denen der Blick hoch- schweift, um die Spitze des Gebäudes zu erblicken, erzählt Lilija.
Die Schüler besuchten den Time Square, der mit bunt leuchtenden Plakaten geschmückt ist, die Freiheitsstatue, genossen ein Musical am Broadway und wagten auch einen Blick vom lange Zeit höchsten Gebäude Amerikas, dem Empire State Building. „Das Empire State Building hat mir sehr gut gefallen“, sagt Lilija, „denn man kann sich noch so viele Bilder und Filme angucken, es wäre kein Vergleich zu dem Gefühl, dort oben zu stehen, mit dem Wind in den Haaren und die Aussicht auf unzählige Wolkenkratzer der Millionen Metropole New York City.“ Außerdem begaben sich die Schüler auf eine Zeitreise im Museum of Natural History.
In Washington besichtigten sie noch mehrere andere Museen, das Weiße Haus und den Obelisken. Bei so vielen Sehenswürdigkeiten ist es schwer alles zu bewundern, deshalb plant Lilija einen weiteren Ausflug nach Amerika. Trotz der schönen Zeit ist sie froh, wieder zu Hause zu sein, da die Reise doch ziemlich anstrengend war.
Ira-Maria Amamitch, 8d, Konrad-Duden-Gymnasium, Wesel

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