Zur Sanierung fehlt Geld
15.11.2011 | 17:29 Uhr 2011-11-15T17:29:00+0100
Neviges. Zeus-Reporter Arthur Spruck und Felix Reichmann haben sich das Schloss Hardenberg angeschaut. Es ist wegen Sanierungen geschlossen – doch für die Arbeiten fehlt das Geld.
Das Schloss Hardenberg in Neviges, das 2003 wegen Sanierungen geschlossen worden ist, kann zurzeit nicht weiter saniert werden, da es an Geld mangelt.
Als das Dach repariert worden ist, mussten die Bauarbeiter feststellen, dass das ganze Gebäude einsturzgefährdet ist. Seitdem ist es gesperrt. Unter Leitung von Udo Misiak wurde einiges saniert und aufgearbeitet, doch nun fehlt der Stadt das Geld zur Fertigstellung des Rohbaus. Daher ist noch ungewiss, wann die Arbeiten fertig gestellt werden. In dem circa 18 bis 20 Meter hohen und rund 20x20 Meter breiten Gebäude müssen der Westflügel, die Fassaden und das Kellergewölbe erneuert werden.
Es ist zwar ein Wasserschloss, aber über dem Wassergraben wurde Erde aufgehäuft, auf der jetzt Rasen wächst. Von innen sieht es sehr heruntergekommen aus, da viele Holzbalken ge- und Steine zerbrochen sind. Von außen sieht das Schloss dagegen bis auf den fehlenden Brückenturm und die fehlenden Mauern noch ziemlich gut aus.
Zurzeit wird das Schloss winterfest gemacht. Das heißt, dass die Mauern mit einem Spezialputz verschlossen werden. Das Schloss stammt aus dem 13. Jahrhundert. Zuerst wohnten dort die Hardenbergs, dann die Bernsau-Schaesbergs. Viele weitere Burgherren folgten. Kurz nachdem es erbaut worden war, brannte der Dachstuhl ab. Um den Weltkrieg herum wurden die Räumlichkeiten als Café genutzt. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde dann das Schloss zu einer Jugendherberge umgewandelt. Eine weitere Nutzung war ein Museum. Das soll es nach Ansicht von Politik und Verwaltung auch wieder werden, wenn denn die Sanierung je abgeschlossen werden sollte: Geplant ist, dort ein „Erlebnismuseum für rheinische Alltagsgeschichte“ einzurichten. Die geschätzten Sanierungskosten betragen jedoch nach Auskunft von Bauleiter Misiak rund 2,7 Millionen Euro. Von der Stadt Velbert ist da nicht viel zu erwarten. Die steckt selbst tief in den roten Zahlen.
Arthur Spruck
Felix Reichmann
Klasse 8c
Gymnasium Langenberg

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