Gemeinsames Lernen
28.11.2007 | 18:31 Uhr 2007-11-28T18:31:04+0100Karl-Ernst Starr, stellvertretender Leiter der Gesamtschule Velbert-Mitte, sieht der Zukunft seiner Schulform optimistisch entgegen. Seit 1992 haben mehr als 500 Schüler dort ihr Abitur bestanden
In vielen Bundesländern ist sie eine Alternative zum traditionellen dreigliedrigen Schulsystem (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) geworden. Über die Gesamtschule sprachen die ZEUS-Reporter mit Karl-Ernst Starr, dem stellvertretenden Schulleiter der Gesamtschule Velbert-Mitte.
Wie unterscheidet sich die Gesamtschule von anderen Schulen?
Starr: Die anderen Schulen teilen die Schüler nach Begabungen auf und denken, dass die Schüler nicht gemeinsam lernen können. An der Gesamtschule lernen alle Schüler zusammen. Außerdem gibt es bei uns eine Sozialpädagogin und Streitschlichter.
Glauben Sie, dass sich die Gesamtschule in der Zukunft behaupten wird?
Starr: Ich hoffe, irgendwann wird das gemeinsame Lernen überall durchgesetzt.
Wird die Oberstufe attraktiv bleiben?
Starr: Ich denke schon, weil wir uns mehr Zeit lassen können, durch das 13. Schuljahr.
Wie viele Schüler haben an dieser Schule ihr Abi gemacht?
Starr: Hmmm.. Da muss ich überlegen. . . 1992 wurden die ersten Abi-Zeugnisse ausgeteilt. Bis jetzt sind es über 500 Schüler gewesen.
Ist das Konto der Gesamtschule im grünen Bereich? Wo sind noch Investitionen nötig?
Starr: Geld kann man immer gebrauchen, aber ich denke, wir müssten neue Tafeln, Tische, Stühle und neue Regale kaufen, denn die stehen schon eine halbe Ewigkeit hier.
Welchen Anteil haben die laufenden Kosten am Etat?
Starr: Die laufenden Kosten haben ungefähr 40 bis 45 Prozent Anteil am Etat.
Finden Sie, man könnte an der Schule noch etwas ändern?
Starr: Ja, die Schüler (lacht). Ich finde die Schule eigentlich ganz gut, so wie sie ist.
So und jetzt etwas zum Persönlichen: Was sind Ihre Aufgaben?
Starr: Die Schule leiten, wenn Herr Schäfers nicht da ist. Ich mache auch den Stunden- und Vertretungsplan. Ich passe auf, dass die Hausmeister ihre Arbeit richtig erledigen, dass die Putzfrauen richtig putzen und wenn etwas mutwillig zerstört wird, muss ich mich darum kümmern, so das es schnell erneuert wird.
Welche Mittel benutzt die Gesamtschule, um den Unterricht für die Schüler interessanter zu gestalten?
Starr: Wir bauen viele Filme oder z.B. auch viele Folien mit Bildern in den Unterricht ein, damit die Schüler auch Spaß am Lernen haben.
Als was wollten Sie früher arbeiten?
Starr: Ganz früher wollte ich als Ingenieur arbeiten.
Mit welchem Job haben Sie angefangen?
Starr: Ich habe früher an einer Hauptschule in Duisburg gearbeitet und ich war einige Jahre im Ausland an einer Schule.
Und welche Fächer haben sie dort unterrichtet?
Starr: Dort habe ich Musik, Erdkunde, Religion, Deutsch, Mathe und Physik unterrichtet. Früher nannte man das Volksschullehrer. Aber meine Hauptbereiche sind Mathe und Physik.
Janina Schreiber Jacqueline Reitz Diandra Knickenberg Gesamtschule Velbert-Mitte Klasse 8a

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