Unna

Zeus-Reporterinnen: "Tiere sind doch auch nur Menschen"

06.06.2008 | 17:52 Uhr

Schwerte. Wir, das sind vier Schülerinnen der Klasse 8c des Clara Schumann Gymnasiums in Holzwickede, besuchten das Tierheim in Schwerte. Durch das große Eisentor mit der Aufschrift "Hier wache ich" betreten wir das Heim. ...

... Schon hier ist das vielfältige Bellen und Jaulen der Hunde zu hören, dass uns traurig stimmt. Im letzten Jahr haben insgesamt 430 Tiere dort ein vorläufiges Zuhause gefunden, darunter 108 Hunde, 166 Katzen und 156 Kleintiere. Die meisten davon wurden schon nach kurzer Zeit wieder vermittelt. Nach Öffnen des Tores kommen uns zwei vermeintlich gut genährte Katzen entgegen. Auf spätere Nachfrage bei einer Mitarbeiterin werden wir informiert, dass regelmäßig ein Tierarzt kommt und die Tiere untersucht und ärztlich betreut.

Drinnen fragt uns ein Mitarbeiter nach dem Grund unseres Besuches. Wir erklären ihm, dass wir im Rahmen des Zeusprojektes einen Zeitungsbericht über dieses Tierheim verfassen wollen. Er führt uns in einen weiteren kleinen Raum, in dem mehrere kleine Hasen in diversen Käfigen untergebracht sind und interessiert zu uns herüber schauen. Kurz danach werden wir von einer der drei Tierpflegerinnen mit den gesamten Räumlichkeiten des Tierheims bekannt gemacht. Wir gehen zu den Katzenräumen und Hundezwingern. Dort hören wir schon von weitem das Kläffen und Jaulen, das uns schon am Eingang aufgefallen war. Katzen werden in der Regel nach höchstens vier Wochen weitervermittelt, Hunde bleiben aber teilweise bis zu drei Jahren dort.

Als wir zwischen den traurig wirkenden Hunden stehen, wollen wir am liebsten alle sofort mitnehmen. Die Mitarbeiterin sagte uns, dass wir die Tiere ausführen können. Diese Tätigkeit ist sehr begehrt und daher liegen dem Tierheim viele Anfragen vor. Am Ende des Durchganges erklärt uns die Mitarbeiterin noch, dass oft trächtige Tiere gefunden werden. Ebenso bestätigt sie uns, dass die meisten Tiere vor Weihnachten ausgesetzt werden.

Das Tierheim in Schwerte ist nur für die Aufnahme von Tieren wie Hund, Katze, Kaninchen ausgelegt. Um aufgefundenen Tieren sofort einen Platz im Tierheim bieten zu können, muss immer ein Platz frei sein. Nach diesem sehr beeindruckenden Tag beschließen wir spontan, mehr für das Tierheim zu tun. Inken Becker, Kristin Skoda, Laura Kockskämper und Lisa Schinke, 8c Clara-Schumann-Gymnasium

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