Stromquelle der Zukunft ?
17.05.2011 | 15:18 Uhr 2011-05-17T15:18:00+0200
Kreis Unna. Atomkraftwerke oder Erneuerbare Energien? Beide Technologien haben ihre Vor- und Nachteile. Zeus-Reporterinnen aus Unna wägen ab.
Die steigenden Heiz– und Stromkosten kann schon bald keiner mehr bezahlen. Fast täglich hört man von Umweltbelastungen und fragt sich: Wie kann ich dagegen angehen, um durch hohe Heiz– und Stromkosten nicht in den Ruin getrieben zu werden? Eine Methode wäre es, die Atomkraftwerke (AKW) und Kohlekraftwerke abzuschalten und auf Erneuerbare Energien umzusteigen.
Denn die Stromproduktion ist umstritten: Atommüll wird oft nicht sicher gelagert und strahlt noch in den nächsten Jahrtausenden. Kohlekraftwerke stoßen viel Kohlendioxid (CO2) aus, das unser Klima ruiniert. Nach dem Unglück in Fukushima (Japan), denkt ein Großteil der deutschen Bevölkerung , dass viele AKW durch Wind -, Sonnen – und Wasserenergie ersetzt werden können.
Um den Bedarf an Solarstrom zu decken, nutzen viele Firmen den Platz auf ihren Dächern für Photovoltaik-Anlagen. So auch die Firma Huckschlag in Fröndenberg. Sie hat eine Solaranlage installiert, die über 100 Meter lang ist und eine Leistung von 722 KWp hat. Damit können 180 Haushalte versorgt werden. Die Anlage produziert 650 000 KWh pro Jahr und spart 3962 t CO2 pro Jahr ein.
Stromspeicher sind teuer
Aber es gibt auch Nachteile bei den Erneuerbaren Energien: Wenn die Sonne nicht scheint und es windstill ist, kann kein Strom produziert werden. So bleibt das Haus dunkel und der Herd kalt. Manchmal wird aber auch zu viel Strom produziert. Für diesen Fall müssen Stromspeicher gebaut werden. Das ist aber sehr teuer und macht die Erneuerbaren Energien nicht gerade lukrativ. Neue Ideen müssen her. In Österreich wird Wasser von den Bergen ins Tal geleitet und dort durch Turbinen gedrückt und Strom hergestellt. Wenn zu viel Strom da ist, wird das Wasser auf den Berg gepumpt und dort gestaut, bis wieder Strom benötigt wird. Der Anteil der Erneuerbaren Energien in Deutschland steigt beständig. 2010 wurden 17 Prozent des Stroms durch Erneuerbare Energien produziert. Drei Prozent davon waren Solarstrom, die hauptsächlich in den letzten fünf Jahren entstanden sind.
Das liegt unter anderem an der speziellen Förderung. Für jedes Kilowatt Strom, das die Besitzer einer Solaranlage ins Netz einspeisen, bekommen sie einen bestimmten Betrag vom Staat. Durch Erneuerbare Energien werden Arbeitsplätze geschaffen und gesichert (in den letzten Jahren über 100 000). Dafür müssen allerdings kilometerlange Hochspannungsleitungen gebaut werden, um den Strom zu transportieren. Denn Strom kommt nicht einfach nur aus der Steckdose.
Friederike Beuke und Lena Wendt, Klasse 8a, Ernst-Barlach-Gymnasium, Unna

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