Politik

So einfach ist der Einbürgerungstest

19.05.2009 | 17:03 Uhr

Unna. Seit dem 1. September 2008 muss jeder Einwanderer in Deutschland den Einbürgerungstest bestehen. Fast jeder. Wer körperlich, geistig oder seelisch krank, behindert oder unter 16 Jahren ist oder eine abgeschlossene Schulausbildung hat, ist von dem Einbürgerungstest befreit.

Wer sich einbürgern lassen will, muss zuerst einen Antrag an einer Volkshochschule abgeben. Der ausgefüllte Antrag wird geleitet an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Dort werden aus 300 Fragen 33 ausgewählt, die wieder zur VHS zurückkommen. Innerhalb einer Stunde müssen mindestens 17 Fragen richtig beantwortet werden. Sie drehen sich um Rechts- und Gesellschaftsordnung und die Lebensverhältnisse in Deutschland. Der Test kann beliebig oft wiederholt werden, kostet aber jedes Mal 25 Euro.

Wie einfach der Test ist, zeigen die Daten. Laut der zuständigen Mitarbeiterin im Kreishaus, Gabriele Hilker, beantragten von Anfang September bis Ende Dezember 2008 28 Menschen aus dem Kreis Unna die Einbürgerung. Nur einer von ihnen schaffte den Test nicht. Als der Einbürgerungstest eingeführt wurde, fachten die Medien eine Diskussion darüber an, dass die Anforderungen zu hoch seien. Die Realität zeigt etwas anderes. Die wirkliche Hürde ist der Sprachtest, in dem gute Deutschkenntnisse gefordert sind. Beide Tests können in Kursen vorbereitet werden, doch wer regelmäßig Nachrichten verfolgt, dürfte ohne Probleme bestehen.

Mattis Markmann,

Fabian Knäpper,

Geschwister-Scholl-Gymnasium Unna, Klasse 8d

Mattis Markmann, Fabian Knäpper

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