Nur auf der Playstation kein Schalker
06.05.2008 | 15:30 Uhr 2008-05-06T15:30:00+0200Gelsenkirchen. Es war Mittwoch und wir hatten mit Benedikt Höwedes, Innenverteidiger beim FC Schalke 04 und Jugend-Nationalspieler, einen Interviewtermin im Pressezimmer auf Schalke. Wir waren schrecklich aufgeregt. ...
... Und weil wir keinesfalls zu spät kommen wollten, kamen wir bereits zwei Stunden vor unserem Termin auf Schalke an. "Gott sei Dank", können wir nur sagen, denn sie sind alle da: Von Asamoah bis Westermann, und so nah, dass wir sie hätten anfassen können. Es machte sich ein Gefühl in unserer Brust breit, das sich nicht beschreiben lässt.
Wie hypnotisiert schauten wir dem Training zu. Und während Kuranyi und Co. Flanken und Pässe schlugen, schlug uns das Herz bis zum Hals. Nach dem Training bekamen wir Gelegenheit, Fotos mit den Spielern zu machen und ließen sie auf unseren Trikots unterschreiben. Da wir immer noch etwas Zeit hatten, besuchten wir auch die Arena. Dann wurde es Zeit. Diese zwei Stunden waren für uns ein super Erlebnis, dass nur noch von dem Interview mit Benedikt Höwedes übertroffen wurde.
Guten Tag Herr Höwedes. Wie haben Sie es geschafft, Ihre Karriere voranzutreiben und gleichzeitig den schulischen Stress unter einen Hut zu bringen?
Benedikt Höwedes: Es war schon sehr stressig, Abitur und Fußball unter einen Hut zu bringen. Nach dem Training fuhr ich immer noch zwei Stunden zur Schule. Doch jetzt habe ich alle Abitur-Prüfungen hinter mir und habe mehr Zeit für Freunde und Familie.
Wie entdeckten Sie die Leidenschaft für das Fußballspielen?
Ich denke mal, wie jeder andere auch. Durch meinen Vater und durch meinen Bruder, die beide selber Fußball gespielt haben.
Wie sind Sie in ihrer Jugendzeit zum S04 gekommen?
Ich spielte in der Kreisauswahl Recklinghausen, als Scouts auf mich aufmerksam wurden. Allerdings dauerte es noch ein Jahr und meine Spielzeit beim SG Herten-Langenbochum bis ich dann in der C-Jugend zum S04 wechselte.
Durch Ihre konstanten Leistungen in der U-21 Nationalmannschaft wurden sicherlich viele andere Vereine auf Sie aufmerksam. Könnten Sie sich vorstellen den Verein zu verlassen, falls Sie den Sprung in die Startelf nicht schaffen würden?
Im Moment könnte ich mir keinen Wechsel vorstellen, da ich mich auf Schalke sehr wohl fühle.
Ihr erstes Profispiel bestritten Sie gleich in der Champions League. Was ist das für ein Gefühl vor solch einer Kulisse zu spielen?
Unbeschreiblich! Wenn man in dem Tunnel steht bevor man aufläuft und die Champions-League-Hymne hört, ist das Gänsehautfeeling pur.
Welcher ist ihr absoluter Traumverein, bei dem sie gerne spielen würden?
(lacht) Auf der Playstation nimmt man immer die gleichen Vereine wie zum Beispiel Manchester United, Barcelona oder Madrid. Natürlich wünscht sich jeder Fußballer einmal für solch einen Verein zu spielen.
Haben sie ein Vorbild?
Ja, Marcelo José Bordon.
Gibt es in der Mannschaft Spieler mit denen Sie sich weniger gut verstehen?
Nein, es gibt niemanden mit dem ich mich nicht gut verstehe, aber sicherlich welche mit denen ich mich besser verstehe.
Haben Sie auch Freundschaften innerhalb der 1. Bundesligavereine?
Ja, durch die Kontakte in der U21-Nationalmannschaft habe ich sicherlich Freundschaften zu Spielern der 1. Liga geknüpft.
Was denken Sie vom baldigen Trainer Fred Rutten?
Da kann ich euch nicht viel zu sagen, da ich die holländische Liga nicht so energisch verfolge.
Trauern Sie Ihrem Ex-Trainer Mirko Slomka nach?
Nein, eigentlich nicht. Ich hatte ein gutes Verhältnis zu Mirko, der mich während meiner Schulzeit sehr unterstützte.
Sind Sie auch der Meinung, wie viele Schalker Fans auch, dass in der Sommerpause unbedingt neue Offensiv-Spieler verpflichtet werden sollten?
Ja klar sollte man etwas für die Offensivabteilung tun. Aber mit Kevin Kuranyi und Halil Altintop haben wir durchaus zwei Stürmer, die treffen können.
Wenn Sie nicht Fußball gespielt hätten, welchen Beruf hätten Sie dann ausgeübt?
Ich hätte Sport studiert mit Fachrichtung Sportmanagement oder Sportkommunikation.
Vielen Dank für das Interview und die Autogramme. Das Interview führten Nils Kitschke, Timo Waldschmidt und Timon Janello, Klasse 8b, Ernst-Barlach-Gymnasium Unna

07:05
hallo jungs,
ich kann keinen unterschied zu den professionellen journalisten erkennen. ihr habt ein super interview gehalten mit allem drin, was ein leser wissen möchte. spitze - weiter so!
glück auf, mima
20:58
schönes Interview :)