Unna

"Mobbing an Schulen muss aufhören"

13.05.2008 | 19:33 Uhr

Unna. Schon das geräuschvolle Aufziehen der Zimmertür ließ ihn aus seinen Träumen aufschrecken. Wie konnte er auch weiterschlafen, bei einem so leichten Schlaf, wie er ihn hatte? Er öffnete verschreckt seine Augen. ...

... Am liebsten wollte liegen bleiben, Tag für Tag bis zum Ende seiner schulpflichtigen Jahre. Er bekam täglich zu spüren, was es hieß, gemobbt zu werden. "Cool bleiben, sich nichts anmerken lassen, das war die Devise", so schildert eine Mutter, deren Sohn zum Mobbingopfer wurde, dessen damalige Situation. Leider ist dies längst kein Einzelfall mehr. Brutale Vorfälle an Schulen nehmen ein derart erschütterndes Ausmaß an, dass man sie kaum noch übersehen kann.

Kinder können grausam sein, und mancher erinnert sich noch bis ins hohe Erwachsenenalter an Rüpel, die einen ausgeschlossen und vor der Gruppe lächerlich gemacht haben.

Viele betroffene Eltern ahnen oder wissen um den traurigen, aber realen Alltag an vielen Schulen. Ihre Kinder schweigen meist - aus Angst. Muss es wirklich sein, dass viele Kinder und Jugendliche verbale und körperliche Diskriminierungen ihrer Mitschüler aushalten müssen? Betroffene klagen über Schlaflosigkeit, Bauch- und Kopfschmerzen, um dem Schulbesuch zu entgehen. Fehlstunden häufen sich entsprechend der Intensivität des Mobbens.

In den ersten Jahren entscheiden meist Aspekte wie Sportlichkeit und Geschicklichkeit über das Ausgrenzen oder über Zugehörigkeit in einer Gruppe. In der weiteren Schullaufbahn handelt es sich eher um Markenkleidung, das persönliche Auftreten und der Besitz von angesagten technischen Geräten über den jeweiligen Stand des Kindes in der Klasse.

Gerüchte werden verbreitet, Freundschaften zerstört und nicht selten kommt es auch zu Aggressivität von Seiten der Mobber.

Schlimmer für den Gemobbten wird es dann, wenn weggeschaut oder die gar erbotene Hilfe als überflüssig erachtet wird. Klar, dass sich Pädagogen nicht um jeden einzelnen Schüler kümmern können, dennoch ist es wichtig, aufmerksam zu sein und in Fällen Eltern-, Lehrer- oder sogar Psychologengespräche zu veranstalten. Mobbing an unseren Schulen muss aufhören. Alina Mertens, 9b Pestalozzi-Gymnasium

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