Hundeparadies zwischen Scherben
15.05.2008 | 11:55 Uhr 2008-05-15T11:55:03+0200Unna. Heißt es nicht immer, Spaziergänge sollen schön und entspannend sein? Wenn ich mit meinem Hund, wie fast jeden Nachmittag, auf dem Brockhausplatz spazieren gehe, ist das nun wirklich kein Traumspaziergang.
Dort muss man sich den Platz mit einer Menge Müll und vielen Scherben teilen. Das schadet nicht nur dem Auge, sondern ist auch noch gefährlich für jede Hundepfote. Ich habe ein paar Spaziergänger gefragt, ob sie mit der Situation auf dem Brockhausplatz zufrieden sind.
Frau Wagner, die oft mit ihrem kleinen, weißen Hund auf dem Brockausplatz ist meint: "Nein, hier ist ja gar nichts. Dieser Platz ist sehr gefährlich für Hunde, wegen der ganzen Scherben und dem Rattengift. Wenn hier die Kirmesleute stehen, haben wir ja gar keinen Platz mehr." Als ich sie fragte, was für Alternativen sie gerne hätte, sagte sie mit strahlenden Augen: "Große Wiesen und Wege wären toll." Die Zehntklässlerin Ann-Kathrin Schmidt ist überhaupt nicht mit der Situation zufrieden: "Der Brockhausplatz ist echt doof. Es ist ja nur eine leere Fläche. Die Autos nehmen total viel Platz weg. Dort kann man gar nicht richtig mit seinem Hund spielen. Ich gehe dort nicht gerne hin. Ich fände es super, wenn es in der Stadt einen Hundeplatz gäbe mit Sprüngen und Tunneln, damit die Hunde Möglichkeiten zum Spielen und Toben haben."
Das fände ich auch toll. Einen Hundeplatz, natürlich mit Gras, mit Sprüngen und Möglichkeiten zum austoben. Schließlich bezahlen wir doch auch Hundesteuern. Wenn ich nach den Hausaufgaben noch genug Zeit habe, kann ich manchmal mit meinem Hund ins Bornekamp gehen. Doch seit kurzem ist vor der Villa Beo auch noch Anleinpflicht. Wo soll ich denn jetzt spazieren gehen, wenn selbst auf der Hundewiese jetzt Leinenpflicht herrscht? Nirgendwo ist es mehr artgerecht für Hund und Hundebesitzer ohne Auto. Ein Spaziergang mit Hund an der Leine ist doch unglaublich langweilig. Man sollte toben, rennen und zusehen können, wie sein Hund fröhlich durch die Felder springt. Das kann man leider nirgendwo mehr als Hundebesitzer ohne Auto.
Ich verstehe ja auch die Leute, die es nicht gut finden, wenn die Hunde frei herumlaufen. Besonders störend sind für sie natürlich die Hinterlassenschaften von unseren Hunden. Ich finde es auch selber unangenehm, wenn ich spazieren gehe und auf dem Gehweg sind Hundehaufen. Doch gut erzogene Hunde gehen ins Gebüsch und als rücksichtsvoller Hundebesitzer entferne ich die Hinterlassenschaften sowieso.
Was wir also brauchen ist eine Grünfläche in der Stadt, auf der Hundebesitzer mit ihren Hunden toben können. Inja Klinksiek, 8d Geschwister-Scholl-Gymnasium

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