Unna

Extremsportler und Sänger zugleich

06.06.2008 | 17:52 Uhr

Unna. Joey Kelly ist in erster Linie bekannt durch die "Kelly Family". Nach über 50 Marathonläufen und 13 Ironman-Wettbewerben machte er sich auch einen Namen als Extremsportler. Zudem engagiert er sich für Unicef. ...

... Im Rahmen des Zeus-Projektes konnte ich mit dem Allround-Talent sprechen.Wie kamen Sie an Unicef? Vor fast zehn Jahren haben wir eine Single für Unicef produziert. Die Gelder gingen an Kinder, die im Kosovo leben.

Was finden Sie gut an der Organisation?

Unicef ist eine Organisation, die sich für Millionen von Kindern vor allem in den so genannten Dritte-Welt-Ländern einsetzt. Es ist wichtig, dass man den Kindern eine Zukunft gibt. Eine Chance auf ein normales Leben mit einer guten Ausbildung, Wasserversorgung, und sanitären Anlagen.

Wie unterstützen Sie diese?

Unicef weiß, dass sie mich jeder Zeit in Anspruch nehmen können, wenn ich nicht arbeiten muss. Sonst bin ich immer und gerne in jeder Art bereit, etwas für Unicef zu tun. Daran hat sich auch nach der negativen Presse in letzter Zeit nichts geändert.

Sie wurden durch die "Kelly Family" bekannt. Schon als Baby sind Sie mit dem Singen aufgewachsen und mit ihrer Familie durch viele Länder getourt. Wie oder wo sind Sie damals zur Schule gegangen?

Ich bin noch nie zur Schule gegangen. Meine Eltern haben mich und alle meine Geschwister damals unterrichtet.

Hatten Sie auch Freundschaften außerhalb Ihrer Familie oder waren Ihre Geschwister Ihre Freunde?

Auch außerhalb. Wir hatten immer einen festen Wohnsitz. Eine Zeit lang haben wir ja in Köln gelebt, und wenn wir dann auf Tour waren, hatten wir danach aber wieder einen Anlaufpunkt.

Mit wie viel Jahren standen Sie das erste Mal auf der Bühne?

Mit drei oder vier. Aber ich habe nur blöd da gestanden und geguckt. Mit sechs oder sieben war ich dann selber aktiv.

Sind Sie immer noch nervös wenn Sie wissen: Gleich geht es wieder raus?

Nein, überhaupt nicht mehr. Die Nervosität legt sich mit der Zeit.

Sie kümmern sich um das Management und die Tourplanung der Band. Machen Sie das alleine oder haben dort alle Mitspracherecht?

Es haben alle Vorschläge, aber ich lege diese dann fest und plane.

Sind noch alle Geschwister von Ihnen aktiv in der Band?

Nein, wir sind nur noch sechs. Und zwei, drei die ihren eigenen Weg gehen.

Welches Instrument spielen Sie? Und wie lange schon?

Ich spiele von Kindesbeinen an Gitarre.

Sie sind aber nicht nur ein bekannter Musiker sondern mittlerweile ein noch bekannterer Extremsportler. Wie vereinbaren Sie Ihr Training mit den anderen Terminen und Ihrer eigenen Familie?

Es ist nicht einfach. Jeden Tag trainieren, jeden Tag Disziplin, jeden Tag neu motivieren. Es ist schon hart - aber es lohnt sich.

Wie lange trainieren Sie am Tag?

Ein bis drei Stunden jeden Tag.

Sie haben es geschafft innerhalb eines Jahres als erster Triathlet acht Ironman erfolgreich zu beenden. Macht Ihnen solch eine Anstrengung Spaß oder machen Sie das aus purem Ehrgeiz?

Spaß ist natürlich dabei, aber mittlerweile vor allem auch Ehrgeiz.

Kennen sie noch Ihre ganzen Erfolge?

Ja, alle.

Außerdem machen Sie auch erfolgreich bei Stefan Raabs TV Total Shows mit. Die nächste Show zum Beispiel am 6. Juni - die Autoball WM in der Kölnarena. Sind Sie und Stefan Raab mittlerweile schon befreundet oder beläuft sich das auf ein rein sportliches Verhältnis?

Es ist ein professionelles Verhältnis. Wir verstehen uns, treffen uns aber nicht zum Bier trinken. Dennoch finde ich es erstaunlich was sich Stefan schon alles hat einfallen lassen. Jana Sczyka, 9d Pestalozzi-Gymnasium

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