Unna

Erste Rolle war die Vogelscheuche

08.05.2008 | 15:20 Uhr

Essen. Im Colosseum Theater in Essen strömen die Leute aus dem großen Saal. Die Luft ist erfüllt vom Lachen und Singen der Leute.

Wer glaubt, bei "Mamma Mia!" auf die Geschichte von ABBA zu stoßen, liegt völlig falsch. Außer den Liedern kommt nämlich nichts im Stück über ABBA vor.

Wir Zeus-Reporter durften hinter die Kulissen schauen und lernten vier der 36 DarstellerInnen kennen.

Rhoda Kosten (32), Stefan Reil (29), Gido Schimanski (37) und Vanessa Wilcek (27) gaben uns Einblicke in ihr Dasein als Musicaldarsteller. Während Stefans erste Rolle die Vogelscheuche in "Der Zauberer von Oz" war, hatte Vanessa einen musikalischen Vater, der ihr das Showbiz zeigte. Als wir fragten, was das Erfolgsgeheimnis von "Mamma Mia" sei, sagte man uns, dass es wohl die gute Musik und das schlichte Design sei, dass das Musical auszeichnet.

Im Saal befinden sich zirka 1 600 Sitzplätze. Inzwischen wurde das Musical ungefähr 360 Mal aufgeführt und hat 3,5 Millionen Zuschauer in Deutschland angelockt.

Auch Prominente besuchten die Vorstellung, 30 bis 40 tummelten sich auf der Essener Premiere. Auch in Hamburg, Berlin und Stuttgart wurde das Musical aufgeführt, sowie in ausländischen Städten wie zum Beispiel Moskau, Tokio, New York City und London.

Versammlung zum Rudelknutsch

Bevor die Show losgeht, wird auf der Bühne die Kulisse aufgebaut und die Darsteller versammeln sich zum "Rudelknutsch". Bei dieser Lampenfieber-Bekämpfung versammeln sich alle zu einem Kreis, bevor auf der Bühne das Programm losgeht. Die einen sind schon gestylt, die nächste müssen als Zweitbesetzung parat stehen, ein anderer hat die Haarbürste noch im Haar hängen und ist kurz davor, damit auf die Bühne zu laufen.

In der nächsten Zeit soll das Musical in den Kinos anlaufen. Da fragten wir uns, ob das nicht eine Konkurrenz sei. Allerdings ist dann die Spielzeit des Musicals schon abgelaufen. Unter anderem sieht man im Fernsehen Castingshows zum Thema Musical. Auch wenn es nicht immer ganz fair ist, da die Kritik schon sehr hart ist, bringen sie doch ein anderes Publikum.

Natürlich hat jeder der Darsteller sein persönliches Lieblingslied. Vanessa zum Beispiel gefällt der Song "Durch meine Finger rinnt die Zeit" am besten, Rhoda findet "Einer von uns" toll. Wenn sie nicht bei "Mamma Mia!" wären, würden sie gerne in anderen Musicals wie zum Beispiel "Wicked - Die Hexen von Oz", "Dirty Dancing" oder "Sweeney Todd" mitspielen.

Das ABBA-Mitglied und Macher von "Mamma Mia", Björn Ulvaeus (63), bezeichnete das Stück als exzellente Aufführung und lobte auch die Darsteller.

Auch wir fanden das Stück sehenswert und würden es jederzeit weiterempfehlen. Merle Chudzinski und Miriam Winkler von der Peter-Weiss-Gesamtschule

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