Unna

Elefant, Skelett und Roter Baron

05.05.2008 | 15:00 Uhr

Dortmund. Der Airport in Dortmund hat verschiedene Arbeitsbereiche. Das sind Feuerwehr, Elektriker, "Occupational Health and Safety" (OHS) und die Flugzeugwerft.

Bei der Feuerwehr gibt es acht Wagen und acht Feuerwehrmänner, die im Dienst sind. Von den acht Fahrzeugen sind zwei so genannte Panther. Sie haben 1 000 Pferdestärken und einen Panzermotor, sie können bis zu 1500 Liter Wasser und 500 Liter Löschschaum speichern.

Der Panther wiegt ungefähr 40 Tonnen und fährt nur bei bestimmten Einsätzen aus der Garage, wie zum Beispiel bei einem Flugzeugabsturz, Flugzeugbrand oder Großbrand im Flughafengebäude.

In dem Bereich OHS sorgen die Arbeiter für die Startvorbereitung der Flugzeuge. Auf Deutsch übersetzt: Organisation, Gesundheit, Sicherheit. Die Mitarbeiter in diesem Bereich sind für die Sicherheit der Passagiere und der Piloten verantwortlich, kümmern sich um das Verstauen des Gepäcks und um volle Tanks in den Flugzeugen. Sie begleiten die Passagiere vom so genannten "Finger" zu den Flugzeugen. Das ist die Brücke von den Wartesälen zu den Flugzeugstandplätzen. In der Elektriker-Abteilung arbeiten Elektriker, die für die Stromversorgung des Airportgebäudes sorgen. Sie sind auch für Kleinigkeiten wie zum Beispiel das Auswechseln von Glühbirnen zuständig.

In der Flugzeugwerft werden die Flugzeuge durchgecheckt und auseinandergenommen. Meist stehen die Flieger dort nur als Skelett. Nach der Kontrolle werden sie weder zusammengefügt, dann können sie weiterfliegen. Allerdings werden die meisten Flugzeuge, die dort stehen, restauriert. Meistens werden sie von dort aus in den Osten verkauft. Die Personen, die dort arbeiten, kennen Flugzeuge in- und auswendig. In der Flugzeugwerft in Dortmund waren schon sehr teure und weltbekannte Flugzeuge zur Aufbereitung und Wartung.

In einer der vielen Flugzeughallen steht noch ein antikes Flugzeug aus Russland, es wurde 1957 gebaut und fliegt noch bis heute. Es besteht nicht aus Blech, sondern aus einer Fiberglasglasur, die wie ein Blatt Papier aussieht und eben so dünn ist. Die Maschine ist im Sommer als Rundflugflugzeug in Betrieb und im Winter wird sie zerlegt, gepflegt und aufbereitet. Das antike Stück trägt den Namen Roter Baron, obwohl es ein Zehnsitzer ist und nicht, wie der originale Rote Baron, ein Zweisitzer.

Der Enteisungs-Lkw, der den Spitznamen "Elefant" trägt, ist ein Laster mit einem Kran, der bis zu 45 Meter weit in die Höhe ausgefahren werden kann. An diesem Kran ist am Ende eine Kabine und eine Düse zum Enteisen. Man kann pures Wasser spritzen oder mit Enteisungsmittel gemischtes Wasser, das Mischverhältnis kann eingestellt werden. Der "Elefant" ist ein Ein-Mann-Fahrzeug, das heißt, dass man kann es alleine steuern und fahren kann. Man kann es sogar fortbewegen, wenn man in 45 Metern Höhe in der Kabine sitzt. Der kleinste "Elefant" kostet 75 000 Euro. Florian Gasch, 8c Helleweg-Realschule

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