Eine Prise Shakespeare macht Grimm erst interessant
13.05.2008 | 19:34 Uhr 2008-05-13T19:34:01+0200Unna. Die Theater-AG des Pestalozzi-Gymnasiums führt am Freitag, 16. Mai und Samstag, 17. Mai ihr Stück "König Drosselbart" von Ingo Sax auf, der die ursprüngliche Version der Gebrüder Grimm ein wenig abgewandelt hat.
Zu sehen ist das Schauspiel in der Theateraula im Schulzentrum Süd am Freitag um 19.30 Uhr und am Samstag um 18.30 Uhr. Wie der Regisseur und Leiter der Theater-AG, Wolfgang Wahle, verrät, arbeitet die aus achtzehn Mädchen unterschiedlicher Altersgruppen bestehende AG seit einem knappen Jahr an der Vollendung des Stückes, bei dem auch die Jungenrollen, anders als bei Shakespeare, von Mädchen gespielt werden.
Entgegen der ursprünglichen Form der Gebrüder Grimm hat Sax ein Märchen, vermischt aus modernen Elementen mit Shakespeare-Einflüssen, ein ironisches, interessantes Werk geschaffen, bei dem man sich das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen kann. Es geht um die Prinzessin Lydia (gespielt von S. Sehl), die zwar wunderschön, reich und jung ist - aber auch zickig, herrisch und verzogen!
Sie will nur aus Liebe heiraten und bereitet damit ihren Eltern großen Kummer. Auch die übrigen Personen am Hofe, Lydias Schwester Gloria (gespielt von H. Kop), die erst heiraten darf, wenn Lydia vermählt ist, sowie der Minister, der Tennislehrer und Lydias Zofe machen sich ihre Gedanken. Auch in einem anderen Königreich, auf der gegenüberliegenden Seite des Landes, gibt es Probleme.
Die herrschende Königin Isolde (gespielt von C. Berg) hat keine Ahnung von Staatsgeschäften und hört nur auf ihren Koch, der sie mit köstlichen Speisen verwöhnt. Deshalb hat sich die Gräfin von Habenicht (gespielt von D. Berg) zur Herrscherin ernannt und versucht, den Prinzen Felix unter die Haube zu bringen.
Wie sich das Ganze entwickelt und in welche Lösungen und Intrigen sich die geschmackvoll kostümierten Figuren verstricken, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Karten gibt es an der Abendkasse (4 Euro für Erwachsene, 3 Euro für Kinder). Viel Vergnügen! Rebecca Graß, 9c Pestalozzi-Gymnasium

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