Ein Traum ging in Erfüllung
04.06.2010 | 11:55 Uhr 2010-06-04T11:55:00+0200
Unna.Als ich, Aydin, erfuhr, dass ich als Zeus-Reporter ins Stadion von Borussia Dortmund gehen und dort Stadionsprecher Norbert Dickel kennenlernen darf, ging ein Traum in Erfüllung.
Das schon im Fernsehen extrem groß wirkende Stadion ist in Wirklichkeit noch viel größer – einfach unbeschreiblich! Aber dass uns dann auch noch Markus König von BVB-Hauptsponsor Evonik hinter die Kulissen des Dortmunder Stadions führte, war der absolute Höhepunkt.
Wir waren überall, wo die Fans sonst nicht hinkommen – zum Beispiel in der Mannschaftskabine des BVB-Teams. Es war nicht überraschend, dass die Kabinen nicht so wie bei uns in der Schule sind. Aber es war doch ganz anders: In den Kabinen sind die Trikots auf den Sitzplätzen der Spieler verteilt und auf einem Tisch stehen die für jeden Spieler passenden Getränke und Speisen, sogar die richtigen Kaugummis fehlen nicht!
Dann kam ein weiteres Highlight, wir durften in den Presseraum, wo wir schließlich auch Norbert Dickel trafen. Er war mit seinem 20-köpfigen Team dort und besprach den Ablauf rundum das letzte Heimspiel der Saison 09/10 gegen den VfL Wolfsburg – von der Verabschiedung des brasilianischen Mittelfeldspielers Tinga bis zu verschiedenen Sponsorenaktionen. Der Besprechung folgte ein kurzes Foto-Shooting, als wir neben Norbert Dickel auf der Pressetribüne Platz nehmen durften.
Zeugen eines Rituals
Anschließend wurden wir Zeugen eines Rituals: Vor jedem Heimspiel mischt sich Norbert Dickel noch kurz unter die Fans, nimmt eine „Sieger-Bratwurst“ zu sich und stimmt sich so auf das folgende Heimspiel an. Zahlreiche Fans erkannten ihn natürlich schnell, warteten höflich, bis er aufgegessen hatte, und baten „Nobby“ um ein Erinnerungsfoto. Norbert Dickel erfüllte die Fan-Wünsche geduldig und verschwand anschließend wieder ins Stadioninnere.
Es ging nun zum Golf-Areal im Südosten des Signal-Iduna-Parks, eine der größten und modernsten Indoor-Golf-Anlagen in Deutschland. Dort erfuhren wir, dass Norbert Dickel an seinen freien Tagen gerne Golf spielt und im Rahmen des von ihm gegründeten Clubs Gofus (Golfspielende Fußballer) Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz behilflich ist (siehe Infobox).
Dann kam es zum Höhepunkt: Norbert Dickel trat wie bei jedem Heimspiel vor die Südtribüne mit ihren 25 000 BVB-Fans – empfangen von der Fan-Hymne „Der Held von Berlin“ – und las die Aufstellungen vor.
Arbeitsplatz: direkt vor der Südkurve
Als das Spiel anfing, ging er an seinen Arbeitsplatz – eine Bühne direkt vor der Südkurve. Von dort moderierte er das Spiel noch zusätzlich für das Internet-Radio, schaute sich alle kritischen Szenen auf einem Fernseher an und litt wie ein echter BVB-Fan 90 Minuten lang mit. In der Halbzeitpause ging für ihn die Arbeit weiter, als er fürs Stadion-TV auf Sendung ging. Und auch mit dem Schlusspfiff war sein Arbeitstag noch nicht beendet. Im VIP-Bereich warteten bereits die Sponsorenvertreter auf ...
Patryk Skrzypczynski, Aydin Yalci, Klasse 8d, Peter-Weiss-Gesamtschule Unna

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