Ein Leben auf zwei Kufen
11.06.2010 | 12:47 Uhr 2010-06-11T12:47:00+0200
Unna. Andere Jugendliche gehen shoppen oder verabreden sich mit Freunden: Doch dafür haben die Leistungssportler im Bundesstützpunkt für Eistanz und Eiskunstlauf keine Zeit. Denn das Training auf Kufen fordert viel.
Die 13-jährige Lisa hat sechsmal in der Woche je drei Stunden oder mehr Training. Zu dem Eistraining kommt auch noch Ballett, Akrobatik,Tanz und Konditionstraining. Viel Zeit bleibt zwischen Schule und Training nicht, deshalb haben die meisten früh mit anderem Sport oder Hobbys aufgehört: „Ich hab früher noch Turnen gemacht, jetzt bleibt keine Zeit mehr dafür. Trotzdem lohnt es sich, den Sport zu betreiben“, betont Lisa, die bei den letzten Deutschen Meisterschaften unter den Top 10 war.
Jungs haben oft mit Vorurteilen zu kämpfen
Nächstes Mal nimmt sie sich vor, unter die Top 3 zu kommen, zusammen mit ihrem Eistanzpartner und Bruder Lasse. Für Jungs ist es meist schwierig, da sie mit vielen Vorurteilen zu kämpfen haben. „Früher wurde ich oft deswegen gehänselt“, erläutert Bennet, der letztes Jahr Dritter bei den Deutschen Meisterschaften wurde.
Der Sport ist sehr teuer, da man bei Privattraining schon mal pro Stunde 30 Euro oder mehr los wird. Deswegen hören manche auch auf . Allen Anstrengungen zum Trotz, macht der Sport viel Spaß.
Hannah Rauthmann, Klasse 8a, Ernst-Barlach-Gymnasium, Unna

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