Reitsport
Ehrenrunde belohnt harte Vorbereitung
19.05.2009 | 16:56 Uhr 2009-05-19T16:56:00+0200Xanten. Meine Freundin Sarah im Ort Nettetal hat zwei Pferde und reitet regelmäßig auf Turnieren. Das wollten wir uns einmal ansehen, also haben wir uns ein Wochenende ausgeguckt, an dem Sarah ,,genannt`` hatte – so heißt es, wenn man sich bei einem Turnier angemeldet hat.
Wir besuchten Sarah in Nettetal und wollten natürlich auch bei den Vorbereitungen dabei sein.
Oh je, dass da so viel Arbeit dranhängt, hätten wir nicht gedacht. Dafür, dass eine Prüfung nur vier Minuten dauert, braucht es vorher Stunden bis alles fertig ist. Zunächst mussten Sattel und Trense gesäubert werden. Anschließend wurden die Pferde geputzt und die Beine und die Mähne mit Shampoo gewaschen. Die Mähne wurde danach bei beiden Pferden mit Gummis zu Zöpfen eingeflochten.
Stundenlange
Vorbereitung
Bis wir alles fertig vorbereitet hatten, waren gut drei Stunden vergangen. Auch der Pferdehänger musste mit Stroh ausgelegt werden, damit die Pferde nicht auf blankem Boden stehen müssen. Und ein Heunetz wurde von uns eingehängt, damit die Pferde während der langen Fahrt und auch für die Wartezeit beim Turnier was zu muffeln hatten. Das Schlimmste kam noch! Sarahs Prüfung war früh und das Turnier fand in Xanten statt, da mussten wir eine ganze Stunde Fahrt berechnen.
Also hieß es, früh aufstehen! Und mit früh meinen wir auch früh – um 4 Uhr in der Nacht. Oh, waren wir noch müde! Aber egal. Schnell etwas gefrühstückt und ab in den Stall. Dort war auch noch alles verschlafen. Als wir das Licht im Stall anmachten, lagen so einige Pferde noch in ihren Boxen und blinzelten uns unverständlich an.
Sarahs Pferde aber standen sofort auf, als wüssten sie, dass für sie heute ein wichtiger Tag ist. Nun kam die Reitlehrerin, um mit zur Prüfung zu fahren. Nach einer Stunde waren wir mit allem fertig und nun kam das Verladen der Pferde in den Pferdehänger. Nicht so einfach, denn ,,Fürst von Metternich``, so heißt das jüngere Pferd, ging nicht so gerne in den Hänger. Also haben wir erst das andere Pferd, den ,,Geck`` verladen. Danach war auch ,,Fürst`` bereit, sich zu seinem Kumpel zu gesellen.
Nochmal Kontrolle, ob auch alles dabei ist: Reithelm, Reitgerte, Stiefel, weiße Reithose, Jacket, weiße Handschuhe, Pferdepässe, Turnierbluse. Ja, alles an Board, also los gings. Es war mittlerweile 6 Uhr.
Sarah bekam eine Starterliste und war mit „Fürst” in der 1. Abteilung. Die Abteilungen werden immer zu viert geritten. Mit ,,Geck`` war sie in der vorletzten, der 8. Abteilung. Ach ja, Sarah ritt eine A Dressur. ,,Fürst” lief recht gut und Sarah kam mit einer Wertnote von 6,1 heraus. Wie viel das Wert war, wussten wir noch nicht. Mal schauen, was die anderen so bekommen. „Geck” lief noch besser als „Fürst” – Sarah war sehr zufrieden. Leider sahen die Richter das anders und gaben für Gecks Vorstellung eine 5,5. Schade, denn er lief viel besser, aber so ist das nun mal bei Prüfungen. Als alle Prüfungen fertig waren, kam die Durchsage der Richter: Alle ab Wertnote 6,0 wurde platziert. Hurra, Hurra! Mit ,,Fürst von Metternich” holte sich Sarah den 7. Platz, eine Schleife und ein kleines Preisgeld ab. Dann wurde eine Ehrenrunde mit Musik im Galopp geritten. Der ganze Aufwand hatte sich gelohnt.
Marina Schmidt,
Jasmin Schmalz,
Gesamtschule Fröndenberg,
Klasse 8.6

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