Hundestaffel

Drogenduft liegt in der Luft

19.05.2009 | 16:49 Uhr

Dortmund. Die Aufregung steht uns ins Gesicht geschrieben. Im Hintergrund hören wir ein gedämpftes Bellen. Eine unscheinbare Tür öffnet sich vor uns und man bittet uns einzutreten. Dort werden wir von zwei Hundeführern der Wache der Dortmunder Hundestaffel freundlich begrüßt.

Unsere Aufregung legt sich, als uns zwei nette Beamte und eine Praktikantin in einen gemütlichen Aufenthaltsraum führten.

Die Atmosphäre ist sehr entspannt und wir können viel von den Mitarbeitern lernen und erfahren. Nach einer spannenden Einführung in das Arbeiten bei der Hundestaffel werden uns nun einzelne Drogenarten vorgestellt. Marihuana, Haschisch, Ecstasy, Amphetamine, Kokain und Heroin sind die vorhandenen Übungsmittel der Hunde. Besonders erstaunt sind wir, als der Hundeführer uns anbietet, uns mit seinem Hund Buck, einem belgischem Schäferhund, das Klickersystem zu erklären und vorzuführen.

Wir erfahren, dass dem Hund ein kurzer Klick auf einen so genannten Klicker reicht, um unter Beginn und Ende eines Einsatzes oder einer Übung zu unterscheiden. Jedoch braucht der Hund, um seine Übung gut zu machen, einen Ansporn. Dafür wird ihm sein Lieblingsspielzeug, mit dem er in dem Moment vor dem Einsatz oder der Übung spielt, weggenommen. Hat der Hund dann seine Aufgabe zufrieden stellend erledigt, wird er durch einen Klick und sein Spielzeug belohnt.

Ebenfalls löst man bei uns große Begeisterung aus, als man einen echten Einsatz in den Umkleideräumen simuliert. Selbst die schwierigsten Verstecke, der für uns geruchlosen Drogen, hindern den Hund nicht daran, sie zu finden. Er beginnt sofort, nachdem er das Signal „Spür” von seinem Herrchen hört, die Flure und Umkleiden zu untersuchen. Der belgische Schäferhund lässt keine Ecke aus und sucht besonders an den Stellen, die ihm sein Hundeführer zuweist. Als er sich dann sicher ist, dass sich an einer Stelle Drogen befinden, legt er sich vor die Stelle und zeigt seinem Besitzer durch starres Blicken, wo er sie vermutet.

Dieses Verhalten ist ebenfalls antrainiert und nennt sich passives Anzeigen. Nachdem Buck alle drei Orte erschnüffelt hat, braucht er eine Pause, in der er seine Kräfte neu sammeln und seine Atmung von 200 Atemzügen pro Minute auf etwa 31 verringert.

Am nahegelegenen EDG-Gelände findet sich genügend Platz, um mit den Hunden Buck und seinem holländischen Kollegen Knut zu spielen und zu trainieren. Die Beamten demonstrieren einen weiteren Einsatz: „Polizei, bitte kommen sie mit erhobenen Händen aus dem Gebäude oder ich werde den Diensthund einsetzen!”, ruft ein Beamter mit energischer Stimme in die leer stehende Lagerhalle. „Ich wiederhole: Kommen sie mit erhobenen Händen aus dem Gebäude oder ich setze den Diensthund ein!”, wiederholt er. Doch es kommt wie vereinbart wieder keine Antwort von der Praktikantin, die sich mit Schutzkleidung im Gebäude aufhält. „Such, Buck” und der Hund wird von der Leine gelassen. Schnell hat er die Praktikantin gefunden.

Carolin Schulte-Umberg,

Aileen Lanzki

Carolin Schulte-Umberg, Aileen Lanzki

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Kommentare
08.10.2010
00:44
Blockierter Kommentar.
von Tobias Thorsten TThulke | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

08.10.2010
00:38
Drogenduft liegt in der Luft
von Aileen | #1

Der größte scheiß den ich je in meinem kleinen beschissenen Leben gelesen habe

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