Das große Missverständnis
19.05.2009 | 16:45 Uhr 2009-05-19T16:45:00+0200Dortmund. 6:45 Uhr: Der Wecker klingelt, aber keiner hat Lust aufzustehen. Es ist nicht neu, dass Schülern der Unterricht keinen Spaß macht. Doch woran liegt das? Es kann eigentlich nur an dem schlechten Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern liegen. Wir haben Schüler nach ihrer Meinung gefragt.
Sie halten den Unterricht für langweilig und haben das Gefühl, dass die Lehrer kein Interesse an interessanter Gestaltung haben. Sie sagen zwar, dass sie sich Mühe geben, doch irgendwie kommt dies nicht so richtig bei den Schülern an. Oftmals werden strikte und einfache Lernmethoden von den Lehrern aus Büchern benutzt, welche schriftlich zu bearbeiten sind oder es herrscht ein Frage-Antwort-Spiel zwischen Lehrer und Schüler. Oft haben die Lehrer keine Lust, die Schüler zu unterrichten. Sie geben den Schülern eine Aufgabenstellung und verlassen dann den Klassenraum.
Kreativität fehlt
im Unterricht
Doch niemand kann ihnen nachweisen, ob sie dann privaten oder beruflichen Aktivitäten nachgehen. Daraus schließen wir, dass die Lehrer kaum Kreativität in deren Lernmethoden und somit in ihren Unterricht legen und für die Schüler ist es oftmals langweilig.
Es würde die Schüler schon freuen, wenn sie wenigstens sehen würden, dass die Lehrer es versuchen. Lehrer sollten sich vor Augen halten, dass es heute nicht mehr so ist wie vor 30 Jahren. Die Jugend verändert sich und die Lehrer sollten das berücksichtigen. Schüler sagen, es sei ja nicht so, dass wollten sie nicht lernen.
Schüler wissen, wie schwer es ist, heutzutage einen Ausbildungsplatz zu finden, aber sie bekommen einfach nicht die nötige Unterstützung und Motivation, die sie sich wünschen. Lehrer halten ihnen ständig vor, dass sie sich mehr anstrengen und immer aufpassen müssen. Doch sie fragen sich, wie das gehen soll. Fünf Tage in der Woche, sechs bis sieben Stunden am Tag für jedes Fach Interesse zu zeigen und perfekt vorbereitet zu sein.
Und dann lassen die Lehrer sie oft durch ihre spöttischen und ironischen Bemerkungen spüren, dass sie die Schüler nicht für voll nehmen. Selten kommt mal der Satz: „Das hast du richtig toll gemacht”. Immer gibt es etwas auszusetzen. Kein Wunder, dass man als Schüler da so langsam die Lust verliert, sich Mühe zu geben. Man hat das Gefühl, dass man es ohnehin nicht recht machen kann.
Ein Lob tut
jedem gut
Doch die Lehrer sind sich keiner Schuld bewusst. Sie meinen, jeder könne mal einen schlechten Tag haben, auch sie selbst. Außerdem verliere man die Lust, guten Unterricht zu machen, wenn man sieht wie demotiviert die Schüler sind.
Sie sagen, die Schüler würden ihnen die Schuld daran geben, dass sie selbst keine Freude am Unterricht haben, weil es als cool gelte, „keinen Bock auf Schule” zu haben.
Fazit: Sowohl Schüler als auch Lehrer haben unserer Meinung nach teilweise Recht. Es ist einfach so, dass das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern nicht gerade das beste ist. Aber wenn beide Seiten aufeinander zu gehen und versuchen, die andere Seite zu verstehen anstatt sich gegenseitig die Schuld zu geben, dann würden Schüler und Lehrer bestimmt miteinander klarkommen und der Unterricht könnte sogar zur Zufriedenheit aller gestellt werden.
Man sollte nie vergessen: Schüler sind eben noch Schüler und Lehrer sich auch nur Menschen, nobody is perfect!
Torben und Mirco Schlichting,
Dennis Neuberg,

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