Borussen-Fans im „Feindesland“
15.06.2010 | 16:12 Uhr 2010-06-15T16:12:00+0200
Unna.Es war das Zeus-Projekt, das uns als Borussen nach Schalke brachte – genauer ein Fotoworkshop mit dem Sportfotografen Karsten Rabas.
Das hörte sich doch interessant an, so interessant, dass sogar wir als Borussen-Fans unsere Bedenken über Bord warfen. Und so standen wir dann morgens um neun Uhr gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern aus Nordrhein-Westfalen vor dem Haupteingang der Schalker Veltins-Arena. Dort nahm uns die Projektleiterin, Katrin Herbstreit, in Empfang und führte uns durch die Schalke-Arena und die Kabinen hin in den Presseraum. Dort erklärte uns der Sportfotograf Karsten Rabas, der bereits seit elf Jahren für Schalke tätig ist, wie man das perfekte Sportfoto schießt. Nachdem er uns alles Wichtige erklärt hatte und es auch keine Fragen mehr gab, gingen wir in die Arena.
Eigentlich waren wir ja nur nach Schalke gekommen, weil wir wissen wollten, wie man ein perfektes Sportfoto schießt, sich aber bei den „Blau-Weißen“ umzuschauen, war schon ein Erlebnis für sich. Es war eigenartig mitten auf dem Platz zu stehen. Die Atmosphäre war ganz anders, als man sie von einem Fußballspiel kennt, es fehlte jedes dafür typische Geräusch. Überhaupt sah es gar nicht nach einem Fußballstadion aus, da der Rasen sich außerhalb des Stadions befand und auch die Tore fehlten. Das Einzige, das an Fußball erinnerte, waren die Trainerbänke und die Werbebanner, die noch hingen. Insgesamt wirkte das Stadion sehr klein und leer.
Fotoshooting mit Christoph Moritz
In der Arena wurde uns dann der „Super-Fan“ vorgestellt. Dieser hatte den vom Schalke-Sponsor Gazprom ausgeschriebenen Foto-Wettbewerb gewonnen, da er sein Dach in den Schalke-Farben blau-weiß so gedeckt hatte, dass das Schalke-Emblem zu erkennen war. Sein Preis war ein Fotoshooting mit dem Vereinsbus von Schalke, der vor unseren Augen in die Arena einfuhr. Nachdem wir zusehen durften, wie ein professionelles Fotoshooting abläuft, konnten auch wir den Vereinsbus betreten.
Das eigentliche Highlight des Tages sollte aber noch kommen: Karsten Rabas überraschte uns mit der Nachricht, dass der Schalke-Spieler Christoph Moritz für ein Fotoshooting bereitstände, sodass wir das, was uns in der Theorie erklärt worden war, selber umsetzen könnten. Ein tolles Gefühl, mit einer Profi-Kamera einen Bundesligaspieler zu fotografieren – für einen kurzen Moment waren wir alle richtige Fotografen.
Insgesamt war der Tag „auf Schalke“ sehr unterhaltsam und ein großartiges Erlebnis – auch für erst sehr skeptische Borussen-Fans.
Lukas Tillner, Imre Aka, Jan Gnatowski, Klasse 8d, Peter-Weiss-Gesamtschule Unna

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