Technik
Süchtig oder Multi-Tasking-Talent
09.06.2010 | 15:26 Uhr 2010-06-09T15:26:00+0200
Siegen. Sind wir einer neuen Sucht verfallen? Was wenn Handy & Co uns zum Verhängnis werden?
Kennt ihr das auch? Ihr müsstet eigentlich Hausaufgaben machen, dabei sitzt ihr vor dem Laptop und chattet mit Freunden und im Hintergrund läuft „Anna und die Liebe“ im TV.
Plötzlich klingelt das Handy, eine SMS von einer Schulkameradin. Sie fragt, ob ihr euch treffen könnt. Ihr schreibt zurück: „Nein, sitze gerade an den Hausaufgaben“. Dabei fragt ihr euch, ob bei diesem Lärm überhaupt jemand noch arbeiten kann. Auf der einen Seite ist das Verlangen groß, zu chatten, zu telefonieren und SMS zu versenden.
Auf der anderen Seite aber stört das eigentlich auch nur, weil das der Konzentration nicht wirklich hilft. Persönlich trifft man die Freunde so gut wie nie und tauscht sich nur durch Chatrooms und durch das Telefon beziehungsweise dem Handy aus. Dieses Verhalten bestimmt den größten Teil des Alltags.
Was ist es? Schon eine Sucht? Oder der Weg dort hin? Was bringt uns dazu, alles gleichzeitig machen zu wollen? Ist es der Leistungsdruck, der dazu verleitet uns als Multi-Tasking-Talent beweisen zu wollen? Oder ist es schon als ein abhängiges Verhalten zu bezeichnen?
Beantworten könnt ihr euch diese Frage selbst, denn es liegt an euch, ob ihr einfach nur die Vorteile der multimedialen Welt nutzen möchtet oder es zu einer Sucht werden lasst. Ich entscheide mich für die erste Variante, trotz schweren Herzens schalte ich den Fernseher aus, lege mein Handy bei Seite – schiele seitlich immer noch drauf und versuche diesen Artikel endlich zum Ende zu bringen. Ob ich es schaffe, ist eine andere Frage…
Sibel Yesilöz, Bertha- von- Suttner-Gesamtschule, Klasse 8e, Siegen
Dieser Artikel ist erstmals am 9. Juni 2010 erschienen.

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